Sonntag, 01.02.2015

Angeschlagener Rodler erlebt Debakel

Heftige Niederlage für Loch

Deutschlands Rodler haben ausgerechnet bei der WM-Generalprobe in Lillehammer ein Debakel erlebt. Felix Loch kam als bester Deutscher nur auf Platz acht - mit einem saftigen Rückstand.

Felix Loch musste eine ungewohnte Niederlage hinnehmen
© getty
Felix Loch musste eine ungewohnte Niederlage hinnehmen

Er hatte dabei mehr als sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Sieger Wolfgang Kindl, der als erster Österreicher seit mehr als zehn Jahren gewann.

Loch klagte dabei über gesundheitliche Probleme und Schwindelgefühle, die seine Leistung beeinträchtigt hätten. Er verpasste damit auch den zumindest theoretisch möglichen vorzeitigen Triumph im Gesamtweltcup. Damit erging es ihm wie Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach), die schon am Samstag völlig überraschend nur Rang fünf belegt hatte.

"Ich fühle mich körperlich nicht ganz in der Lage heute", sagte der 25-Jährige Loch in der "ARD": "Heute früh ging es mir schon nicht gut, und auf der Bahn konnte ich die Strecke nicht richtig sehen, ich bin nur nach Gefühl gefahren. Ich kann gar nicht sagen, wo es heute gefehlt hat, weil ich es gar nicht richtig mitgekriegt habe."

Entscheidender Weckruf vor WM?

Semen Pawlitschenko (Russland) und Dominik Fischnaller (Italien) komplettierten auf der Olympiabahn von 1994 das Podest, das erst zum zweiten Mal in diesem Winter kein Deutscher erreichte.

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Zwei Wochen vor der WM im lettischen Sigulda (14./15. Februar) war das ein kleines Alarmsignal für Bundestrainer Norbert Loch, schlechter haben die deutschen Männer im nacholympischen Winter noch nicht abgeschnitten. Vize-Weltmeister Andi Langenhan (Zella-Mehlis) wurde Zehnter vor Johannes Ludwig (Oberhof), Julian von Schleinitz (Königssee) belegte den 13. Rang.

Auch für Geisenberger war es am Samstag eine überraschend heftige Niederlage. Die 26 Jahre alte Seriensiegerin verpasste erstmals im WM-Winter das Podest, nachdem sie im zweiten Lauf einen Sturz nur knapp vermieden hatte. Den Sieg feierte die Russin Tatjana Iwanowa vor Alex Gough aus Kanada. Dajana Eitberger aus Ilmenau fuhr überraschend als Dritte aufs Treppchen.

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