Loch zum vierten Mal Gesamtsieger

SID
Samstag, 21.02.2015 | 14:27 Uhr
Felix Loch gewann zum vierten Mal in Folge den Gesamtweltcup
© getty
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Auch ohne WM-Krone bleibt Felix Loch der König der Rennrodler: Der Olympiasieger gewann am Samstag das Rennen in Altenberg und sicherte sich damit vorzeitig zum vierten Mal in Folge den Gesamtweltcup.

Eine Woche nach seiner überraschenden WM-Niederlage gegen den Russen Semen Pawlitschenko setzte sich Loch in Sachsen vor Johannes Ludwig (Oberhof) und Andi Langenhan (Zella-Mehlis) durch - die Kristallkugel ist ihm zwei Rennen vor Schluss nicht mehr zu nehmen.

"Es ist einfach gewaltig. Ich fahre in Altenberg richtig gern, hier den Gesamtweltcup einzutüten, das ist natürlich wirklich geil", sagte Loch: "Es hat heute einen Riesenspaß gemacht, das hat man, glaube ich, gesehen."

Noch 200 Punkte zu gewinnen

Trotz einer bislang wechselhaft verlaufenen Saison drückte Loch dem Weltcup mit bereits sechs Siegen auch im WM-Winter seinen Stempel auf. 805 Punkte hat der Bayer auf dem Konto, erster "Verfolger" ist Teamkollege Langenhan mit 539 Zählern - nur noch der Sprint-Wettbewerb von Altenberg am Sonntag und das Finale in einer Woche im russischen Sotschi stehen auf dem Programm, dabei sind noch 200 Punkte zu gewinnen.

Loch hatte am vergangenen Wochenende bei der WM im lettischen Sigulda seinen Titel überraschend an den Russen Semen Pawlitschenko verloren. Auf der Bahn in Altenberg, die der Bayer zu seinen Lieblingsstrecken zählt, gab sich Loch nun jedoch keine Blöße.

"Wir haben den Schlitten perfekt abgestimmt, es waren schwierige Bedingungen auf der Bahn, sie hat gegen Ende abgebaut", sagte Loch: "Aber alles hat gepasst, es hätte nicht besser laufen können." Ludwig und Langenhan machten den Dreifachsieg perfekt, Ralf Palik aus Oberwiesenthal wurde Achter, Julian von Schleinitz (Königssee) landete dagegen nur auf dem 16. Platz.

Spannung bei den Doppelsitzern

Echte Spannung herrscht im Saisonfinale noch bei den Doppelsitzern. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt gewannen am Samstag und dürfen weiter auf den Gesamtsieg hoffen. Die Weltmeister aus Bayern setzten sich vor Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) durch, die Thüringer haben im Gesamtweltcup aber noch 40 Punkte Vorsprung. Auf Platz drei landeten Andris Sics/Juris Sics aus Lettland, das dritte deutsche Doppel Robin Geueke/David Gamm (Winterberg) musste sich mit Rang sieben begnügen.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt, wir haben noch zwei Rennen", sagte Arlt in der ARD: "Vielleicht machen die Zwei ja noch einen kleinen Fehler. Wir greifen auf jeden Fall voll an."

Für Wendl/Arlt wäre es der insgesamt vierte Sieg im Gesamtweltcup und bereits der dritte in Folge. Eggert/Benecken könnten im Schlussspurt dagegen noch ihren ersten Gesamtsieg verspielen, zwei zweite Plätze würden allerdings bereits zum Erfolg reichen.

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