Donnerstag, 08.01.2015

Damen bei Tour de Ski in guter Verfassung

Fessel und Herrmann halten Top-10

Angeführt von der erneut starken Nicole Fessel haben drei deutsche Langläuferinnen auf der fünften Etappe der Tour de Ski für den nächsten starken Auftritt der DSV-Frauen gesorgt. Die Verfolgung im RE-LIVE.

Nicole Fessel lief bei der Verfolgung als beste Deutsche auf Platz sieben
© getty
Nicole Fessel lief bei der Verfolgung als beste Deutsche auf Platz sieben

Die 31-jährige Fessel (Oberstdorf) beendete den Verfolger der fünften Etappe über 15 km im italienischen Toblach nach einem Foto-Finish auf Rang acht. Zudem verbesserte sich Denise Herrmann (Oberwiesenthal) als Neunte um einen Platz.

Als Zwölfte verpasste Stefanie Böhler (Ibach) die Top 10 nur knapp, die 33-Jährige hatte sich von Rang 15 vorgearbeitet. "Die Frauen gehen sehr motiviert zur Sache, das macht großen Spaß zur Zeit", sagte Bundestrainer Frank Ullrich dem "SID": "Ich habe mich sehr gefreut, dass sie sich wieder so in Szene setzen konnten."

Der sechsmaligen Olympiasiegerin Björgen ist mit nun rund zwei Minuten Vorsprung der erste Gesamtsieg bei der Tour kaum noch zu nehemen, die 34-Jährige setzte sich erneut vor ihren Landsfrauen Heidi Weng und Therese Johaug durch - es war bereits der fünfte Dreifach-Sieg für Norwegen. Sandra Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg) fuhr als viertbeste Deutsche zudem als 30. knapp in die Punkte.

"Diese Ergebnisse sind desolat"

Bei den Männern baute der Norweger Petter Northug seine Führung in der Gesamtwertung aus. Der neunmalige Weltmeister setzte sich über 25 km nach vor dem Schweden Calle Halfvarsson und Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby (Norwegen) durch.

Bei den deutschen Männern sorgte einzig Tim Tscharnke (Biberau) für Grund zu echter Zufriedenheit. Der 25-Jährige aus Biberau überzeugte mit der neuntbesten Tageszeit, was im Verfolgungsrennen allerdings nur zu Rang 32 reichte. Jonas Dobler (Traunstein) lief auf den 23. Platz und landete damit als einziger Deutscher in den Punkten - die Qualifikation für die WM in Falun (17. Februar bis 1. März) hat weiterhin kein DSV-Athlet geschafft.

Ex-Bundestrainer Jochen Behle hatte dies zuvor zum Anlass für harsche Kritik an den Leistungen der Deutschen genommen. "Man kann sich das nicht so richtig erklären, denn diese Ergebnisse sind desolat", sagte der 54-Jährige bei "Sky Sport News HD": "Wir haben schon die Hälfte des Weltcups um und liegen nicht einmal unter den ersten 80 in der Gesamtwertung. Das ist eine Katastrophe."

Bundestrainer Frank Ullrich äußerte wenig Verständnis für Behles Kritik. "Ich weiß, dass er manchmal über das Ziel hinausschießt und gerne Spitzen verteilt, die nicht hilfreich sind", sagte der 56-Jährige dem SID: "Ich kann so etwas nicht nachvollziehen."

Angesichts der Rücktritte von Stars wie Tobias Angerer und Axel Teichmann stehe der deutsche Langlaufsport nun einmal vor einem "harten und steinigen Weg. Ich bin aber weiterhin optimistisch, dass unsere Männer die WM-Norm noch knacken", sagte Ullrich.


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