Melbardis siegt vor Hefti und Zalims

Friedrich verpasst das Podest

SID
Samstag, 24.01.2015 | 12:30 Uhr
Francesco Friedrich wurde in St. Moritz nur Vierter im Zweierbob
© getty
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Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat die Chance auf seinen zweiten Saisonsieg im Zweierbob vergeben. Beim fünften Weltcup in St. Moritz landete der 24-Jährige mit Anschieber Thorsten Margis mit deutlichem Abstand nur auf dem vierten Platz.

Nach dem ersten Lauf war er mit nur drei Hundertsteln Rückstand noch aussichtsreicher Dritter gewesen. Den Sieg sicherte sich der Lette Oskars Melbardis. Auf Rang zwei lagen zeitgleich Lokalmatador Beat Hefti (Schweiz) und Ugis Zalims (Lettland).

"Das war eine schwierige Woche, es lief die ganze Zeit nicht so gut in der Bahn. Dafür ist es noch eine gute Platzierung", sagte Friedrich im "ZDF": "Aber wir haben im zweiten Lauf wieder Federn gelassen und mehr Fehler gemacht, als die Anderen."

Friedrich hatte sich in Lauf eins mit der stärksten Startzeit und einer guten Fahrt durch die Eisrinne eine starke Grundlage geschaffen. Im zweiten Durchgang verspielte der Sachse mit mehreren Wandberührungen jedoch den Erfolg, am Ende trennten ihn mehr als vier Zehntel von Sieger Melbardis.

Der Lette setzte sich mit nun 1054 Punkten an die Spitze des Gesamtweltcups, nur zwei Punkte trennen ihn von Hefti (1052). Friedrich ist mit 979 Zählern Dritter.

"Tendenz zeigt nach oben"

"In Richtung WM kommt aber noch mal was, die Tendenz zeigt nach oben", sagte Friedrich mit Blick auf die Weltmeisterschaften in Winterberg im Februar und März. Zuletzt stand er beim zweiten Saisonrennen in Calgary auf dem Podest.

Auf der einzigen Natureisbahn im Weltcup-Kalender feierte Weltcup-Debütant Johannes Lochner (Stuttgart) mit Joshua Bluhm an der Bremse auf Rang fünf einen beachtlichen Einstand. "Im ersten Lauf habe ich Nerven gezeigt und ein paar Fehler eingebaut, ansonsten bin ich ganz zufrieden", sagte Lochner: "Ich hoffe, dass es jetzt so weiter geht."

Für Shootingstar Nico Walther (Riesa), der im Zweier und Vierer in dieser Saison bereits einen Sieg und drei Podestplätze holte, reichte es mit Andreas Bredau nur zum achten Platz. Der 24-Jährige hatte dabei auch mit dem Nachteil früher Startzeiten zu kämpfen, die sich auf der Natureisbahn stark auf das Ergebnis auswirken können.

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