Hattrick beim Heim-Weltcup verpasst

DSV-Adler hinter Slowenien Zweiter

SID
Samstag, 31.01.2015 | 18:17 Uhr
Die DSV-Adler freuten sich über ihren zweiten Platz
© getty
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Ein starker Severin Freund war nicht genug: Die deutschen Skispringer haben beim Heim-Weltcup in Willingen ihren dritten Mannschaftssieg in Folge knapp verpasst. Der überragende Freund, Richard Freitag, Marinus Kraus und Markus Eisenbichler landeten in einem hochklassigen Wettkampf mit 931,7 Punkten hinter Slowenien (957,9) auf Rang zwei. Dritter wurde Norwegen (916,5).

Vor 14.782 Zuschauern in der hessischen Party-Hochburg lagen die Olympiasieger von Bundestrainer Werner Schuster zur Halbzeit noch in Führung, mussten sich am Ende aber dem Vorjahressieger Slowenien geschlagen geben. Besonders schade: Nach den Siegen in Klingenthal und Zakopane hatte das DSV-Team die Chance auf den ersten "Hattrick" in der Weltcup-Geschichte gehabt.

"Wir haben heute keinen schlechten Wettkampf gemacht, aber für den Sieg war es ein Fehler zu viel", sagte Schuster in der ARD. Überragender DSV-Adler war einmal mehr Skiflug-Weltmeister Freund (Rastbüchl), der mit seinen Flügen auf 140 und 145 Meter in beiden Durchgängen die letzte Gruppe der besten Skispringer gewann. Wichtige Punkte ließ dagegen Eisenbichler mit 123 und 124 m liegen. Der Sieg ging somit an Peter Prevc, Jurij Tepes, Jernej Damjan und Nejc Dezman.

Das Team-Springen im RE-LIVE

Mut machte der Auftritt von Innsbruck-Sieger Freitag, der einen Tag zuvor nicht über den 17. Platz hinausgekommen war. Der Sachse zeigte im ersten Durchgang mit 147,5 m den weitesten Sprung des deutschen Teams. "Gestern hat mir etwas gefehlt, heute hatte ich einfach Spaß. Wenn man den passenden Wind hat, kann man hier weit fliegen", sagte Freitag.

Österreich nur Fünfter

Nur den fünften Rang belegte Österreich mit Vierschanzentournee-Gewinner Stefan Kraft. Die Austria-Adler verloren mit nun 3390 Punkten auch die Führung in der Nationenwertung an Deutschland (3493). Vierter wurde in Willingen Japan mit Altmeister Noriaki Kasai (42).

Für die von Freund selbstbewusst als die "Fantastischen Vier" angekündigten DSV-Adler hatte der Wettkampf eher mäßig begonnen, nach dem ersten Sprung von Eisenbichler lag das DSV-Team nur auf dem fünften Rang. Der 23-Jährige hatte den Vorzug vor Routinier Michael Neumayer erhalten, der beim Sieg in Zakopane noch zur deutschen Formation gehört hatte, im Einzel-Springen am Freitag aber nicht über Rang 26 hinausgekommen war.

Team-Olympiasieger Kraus verhalf Deutschland anschließend zum Sprung auf Rang drei, ehe Freitag (147,5) und Freund (140,0) mit zwei starken Flügen die Halbzeit-Führung besorgten. Überragender Mann des ersten Durchgangs war aber der Norweger Anders Fannemel, der mit 151,5 m den von Janne Ahonen (Finnland) und Jurij Tepes (Slowenien) gehaltenen Schanzenrekord nur um 0,5 m verfehlte.

Freund als Winner

Nach den zweiten Sprüngen von Eisenbichler, Kraus und Freitag fiel das DSV-Team sogar auf Rang drei zurück, ehe Freund im letzten Sprung des Wettkampfs auf 145 m segelte und den zweiten Platz sicherte.

Einen schwarzen Tag erlebte derweil Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch. Der Pole, der am Freitag seinen dritten Willingen-Sieg in Folge gefeiert hatte, wurde wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert, sein Team verpasste somit den zweiten Durchgang.

Weiter geht es bereits am Sonntag mit dem Einzel-Wettkampf (ab 15.00 Uhr/ARD und Eurosport). Dann wollen Freund, Freitag und Co. erneut zum Angriff blasen.

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