Sonntag, 18.01.2015

Olympiasiegerin fordert mehr Schadenersatz

Pechstein will Klage erhöhen

Das Verfahren um die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein könnte für den Weltverband ISU noch teurer werden, als ohnehin angedroht. Sollte der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil des Oberlandesgerichts München bestätigen, wonach Pechstein ihren Anspruch auf Schadenersatz einklagen darf, will die 42-Jährige ihre Forderungen erhöhen.

Claudia Pechstein will die Schadenersatz-Klage gegen die ISU weiter erhöhen
© getty
Claudia Pechstein will die Schadenersatz-Klage gegen die ISU weiter erhöhen

"Es sind weitere Schäden und Kosten aufgetreten seit 2012, als die 4,4 Mio eingereicht wurden. Also wird die Forderung natürlich höher werden", sagte Pechstein der Bild am Sonntag. Um welche Summe es sich dann handeln wird, wollte Pechstein noch nicht sagen. "Die neue Höhe wird dann festgelegt, wenn feststeht, wann und wie es weitergeht."

Pechstein hat den Eisschnelllauf-Weltverband ISU auf Zahlung von Schadenersatz in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro verklagt, nachdem sie 2009 aufgrund von Indizien und ohne Dopingnachweis "wegen Blutdopings" gesperrt worden war. Nachdem das OLG in München Pechsteins Schadenersatzklage zugelassen hatte, erklärte die ISU, vor den Bundesgerichtshof in Revision gehen zu wollen.

Dass zwei weitere Athleten ihre CAS-Urteile vor staatlichen Gerichten anfechten wollen, ließ die 42-Jährige eher kalt. "Mit denen möchte ich nicht verglichen werden", sagte Pechstein über den Radprofi Patrik Sinkewitz und Ex-Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle. "Die haben in ihren Körpern verbotene Mittel gehabt, es gibt positive Proben, also Beweise. Diese Klagen sind für mich lächerlich", meinte die Berlinerin.


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