Samstag, 27.12.2014

Slowene gelingt beste Weite

Freitag in Qualifikation starker Fünfter

Richard Freitag untermauerte seine Podestambitionen, Mitfavorit Severin Freund ist in Schlagdistanz: Die beiden derzeit besten deutschen Skispringer haben zum Auftakt der 63. Vierschanzentournee in Oberstdorf keine Nerven gezeigt. Eine Woche nach seinem überraschenden Weltcupsieg zeigte Freitag (Aue/147,0 Punkte) in der Qualifikation auf der Schattenbergschanze vor dem Wettkampf am Sonntag (16.30 Uhr im LIVE-TICKER) mit einem starken Sprung auf 132,0 Meter als Fünfter die beste Leistung der DSV-Adler.

Richard Freitag ist in der Qualifikation der beste Deutsche und erreicht den fünften Platz
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Richard Freitag ist in der Qualifikation der beste Deutsche und erreicht den fünften Platz

"Es tut gut, wenn man hier weit springt und das Gefühl mitnimmt. Das macht schon Spaß", sagte der 23-jährige Freitag, der zuletzt in Engelberg/Schweiz nach einer Krankheitspause überraschend seinen vierten Weltcupsieg gefeiert hatte: "Ich will das jetzt unbedingt beibehalten und so weitermachen."

Der bereits vorqualifizierte Freund (Rastbüchl/140,4) musste sich als zweitbester Deutscher mit Rang zwölf begnügen. Der 26 Jahre alte Skiflugweltmeister zeigte am späten Nachmittag zwar nicht seinen besten Sprung, landete bei wechselnden Winden jedoch bei 135,0 m.

"Oben war es etwas turbulent. Aber so schlecht fand ich meinen Sprung gar nicht. Der Wahnsinnssprung war heute aber noch nicht dabei", sagte der zehnmalige Weltcup-Gewinner.

Die Qualifikation im RE-LIVE.

"Habe das Zeug zum Gesamtsieg"

Freund startet trotzdem so offensiv wie noch nie in das Highlight um den Jahreswechsel. "Ich habe definitiv das Zeug zum Gesamtsieg", sagte der Niederbayer im Vorfeld. Platz sieben vor zwei Jahren war bislang sein bestes Resultat, zu einem Einzelsieg reichte es für ihn bislang noch nicht.

"Diesen Winter ist alles nach Plan gelaufen. Ich habe zwei Podestplätze und einen Sieg. Wenn die Chance da ist, will ich sie ergreifen", sagte Freund.

Richard Freitag geht die Tournee mit weit weniger Druck an, hohe Ziele hat er aber nach den jüngsten Vorstellungen auch. "Man muss hier locker bleiben - und das versuche ich. Ich habe richtig Spaß und sauge die Stimmung auf", sagte der Sachse: "Ich sehe keinen Grund, warum es bei der Tournee schlecht laufen sollte. Ich sehe eher mehrere Gründe warum es gut laufen sollte."

Die beste Vorstellung vor 8000 Zuschauern im Allgäu zeigte der Slowene Peter Prevc (149,7 Punkte), der nach seinem Sprung auf 138,5 m die ausgelobte Prämien von 2000 Euro für die Tagesbestleistung kassierte.

Zehn Deutsche qualifiziert

Rang zwei belegte der zweimalige Tournee-Gewinner Gregor Schlierenzauer aus Österreich (148,8) vor Oldie Noriaki Kasai (147,3) aus Japan. Auch die deutschen Team-Olympiasieger Andreas Wank (Hinterzarten/121,5) und Marinus Kraus (Oberaudorf/128,4) hatten wenig Mühe.

Trend

Welcher Deutsche drückt dem Winter 2015/2016 seinen Stempel auf?

Felix Neureuther
Severin Freund
Simon Schempp
Eric Frenzel
Natalie Geisenberger
Laura Dahlmeier
ein anderer Athlet

Zudem konnten sich der starke Altmeister Michael Neumayer (Oberstdorf/135,4) sowie Markus Eisenbichler (Siegsdorf/125,1), Stephan Leyhe (Willingen/133,9), Daniel Wenig (Berchtesgaden/131,4), Karl Geiger (Oberstdorf/116,2) und Tim Fuchs (Degenfeld/117,0) über den Sprung in den Wettkampf freuen.

"Das Potenzial ist da. Wir werden morgen einen konzentrierten Wettkampf springen", sagte Bundestrainer Werner Schuster, der mit insgesamt zehn Springern antritt. Paul Winter (Willingen/111,6) und Martin Hamann (Aue/113,1) verpassten die Qualifikation. Sebastian Bradatsch (Ruhla/109,9) wurde wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert.

Nach dem Springen auf der Schattenbergschanze haben die Adler am Montag und Dienstag frei, am Mittwoch wird die Tournee mit der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt. Anschließend geht es traditionell weiter nach Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar).

Die K.o.-Duelle der zehn Deutschen im ersten Durchgang:

Richard Freitag (Aue) - Davide Bresadola (Italien)

Severin Freund (Rastbüchl) - Dimitri Wassiljew (Russland)

Michael Neumayer (Oberstdorf) - Anssi Koivuranta (Finnland)

Stephan Leyhe (Willingen) - Michail Maximotschkin (Russland)

Vierschanzentournee: Die Sieger der letzten 20 Jahre
Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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2014/15: Stefan Kraft (Österreich). Der 22-Jährige setzte sich vor seinem Landsmann Michael Hayböck und Peter Prevc durch
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2013/14: Thomas Diethart (Österreich). Der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der Dominator wiederholte seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich). Morgi ließ Simon Ammann (SUI) und Tom Hilde (NOR) hinter sich
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich). Ihm reichte für den Gesamtsieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland). Er holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien). Das Duo hatte nach vier Springen jeweils 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland). Er knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete Ahonen nur auf Platz zwei
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen). Kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland). Ihm reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland). Historisch! Hanni gewann als bislang einziger Athlet alle vier Springen. Da verbeugte sich selbst der 2007 verstorbene Bundestrainer Reinhard Heß
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1998/1999: Janne Ahonen (Finnland). Schnappte sich 1999 den ersten seiner insgesamt fünf Tourneesiege
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1997/1998: Kazuyoshi Funaki (Japan). Er siegte auf den ersten drei Schanzen und holte sich vor Sven Hannewald den Titel
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1996/1997: Primoz Peterka (Slowenien). Gewann im knalligen Orange in Garmisch - dieser Erfolg reichte am Ende zum Tourneesieg
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1995/1996: Jens Weißflog (Deutschland). Der Floh vom Fichtelberg holte sich 1996 zum vierten und letzten Mal den Gesamtsieg
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1995/1996: Jens Weißflog (Deutschland). Der Floh vom Fichtelberg holte sich 1996 zum vierten und letzten Mal den Gesamtsieg
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Daniel Wenig (Berchtesgaden) - Nejc Dezman (Slowenien)

Marinus Kraus (Oberaudorf) - Lauri Asikainen (Finnland)

Markus Eisenbichler (Siegsdorf) - Johann Andre Forfang (Norwegen)

Andreas Wank (Hinterzarten) - Daiki Ito (Japan)

Tim Fuchs Degenfeld) - Anders Fannemel (Norwegen)

Karl Geiger (Oberstdorf) - Rune Velta (Norwegen)

ferner u.a.:

Gregor Schlierenzauer (Österreich) - Michael Hayböck (Österreich)

Simon Ammann (Schweiz) - Peter Prevc (Slowenien)

Noriaki Kasai (Japan) - Roman Koudelka (Tschechien)


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