Audi Schanzencheck: Garmisch-Partenkirchen

Der fliegende Trunkenbold

Von SPOX
Mittwoch, 31.12.2014 | 10:12 Uhr
Die Große Olympiaschanze in Garmisch bietet einen beeindruckenden Ausblick
© getty
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Die 63. Vierschanzentournee findet vom 27. Dezember 2014 bis zum 6. Januar 2015 statt. Wie immer entscheiden die vier Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen über Sieg und Niederlage. SPOX präsentiert vor jedem Event die wichtigsten Daten und Fakten auf einen Blick. Im zweiten Teil des Audi Schanzenchecks ist die Große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen an der Reihe (Do., ab 14 Uhr im LIVE-TICKER).

Große Olympiaschanze (HS 140)

  • Erbaut 2007 (alte Schanzen 1921, 1950, 1978, 1996, 2007)
  • Zuschauerplätze 35.000

Anlauf

  • Anlauflänge 103,5 m
  • Anlaufgeschwindigkeit ca 94,3 km/h

Aufsprung

  • Hillsize 140 m
  • Konstruktionspunkt 125 m
  • Juryweite 124 m

Rekorde

  • Schanzenrekord 143,5 m - Simon Ammann (SUI, 01. Januar 2010)
  • Rekordsieger: 4x Jens Weißflog (GER),
  • Rekordnationensieger: 14x Österreich
  • Letzter Sieger: Thomas Diethart (AUT)

Schanzenrekord

Für Simon Ammann verlief der Start in das Jahr 2010 mit einem besonderen Ereignis. Der Schweizer stellte am ersten Tag des neuen Jahres gleich einen neuen Bestwert auf, doch obwohl Amman den Schanzenrekord auf 143,5 Meter geschraubt und die größte Weite der Tournee-Geschichte eingestellt hatte, reichte es für den Schweizer nur für Platz drei. Immerhin konnte er sich mit dem Rekord-Sprung noch um zwei Ränge verbessern. Trotzdem ärgerlich: Amman fehlte nur 0,1 Punkt auf den Zweiten Wolfgang Loitzl.

Der Garmisch-Liebling

Generell liegt die Große Olympiaschanze den Deutschen mehr als gut. Nicht nur konnten insgesamt bereits zwölf Mal deutsche Teilnehmer das Springen in Garmisch für sich entscheiden, Deutschland stellt außerdem den Einzel-Rekordsieger. Jens Weißflog triumphierte vier Mal in Garmisch und feierte den doppelten Doppelpack. 1984, 1985, 1990, 1991 hieß der Sieger Weißflog. Während er die ersten drei Titel noch für die DDR gewann, holte er den letzten unter der Flagge der Bundesrepublik. Garmisch erwies sich für Weißflog als Glücksbringer: In drei von vier Jahren, in denen er in Garmisch zum Sieg Sprang, gewann er die Vierschanzentournee.

Doch Weißflog ist Geschichte. Für die Aktiven führt der Weg zum Podest über Gregor Schlierenzauer. 2014 kam er zwar über Platz 8 nicht hinaus, davor sammelte er aber binnen drei Jahren zwei Siege und einen zweiten Platz.

Das letzte Jahr

Während die deutschen Springer um Andreas Wellinger (5.) und Richard Freitag (9.) das Podest mehr oder weniger knapp verpassten, sorgte Thomas Diethart für eine faustdicke Überraschung. Der Österreicher stieg bei seiner ersten Weltcupsaison wie Kai aus der Kiste und gewann vor 21.000 Zuschauern das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mit 296,1 Punkten.

Hinter ihm landeten seine Teamkollegen Thomas Morgenstern (285,1 Punkte) und Simon Ammann (278,5) aus der Schweiz. Mit dem Sieg sicherte sich der 21-Jährige die Führung der Tourneewertung vor den beiden Springen in seinem Heimatland: "Das ist der Wahnsinn. Ich bin überwältigt" freute sich der Newcomer.

Kuriosität I

Ein Profisportler und Alkohol ist in der Regel keine gute Kombination. Generell nicht, aber insbesondere vor Wettkämpfen sollten sie sich nicht die Kante geben. Hemmo Silvennoinen schert das relativ wenig.

Wir schreiben die Silvesternacht auf das Jahr 1956: Trotz eines Verbots feierte der Finne die Neujahresnacht ausgiebig und sollte deshalb von der Streichliste gestrichen werden. Sein Mannschaftsführer gab sich aber den Bitten der ganzen Mannschaft geschlagen und vertagte die Bestrafung. Zum Glück! Der verkaterte Silvennoinen ließ sich die durchzechte Nacht nicht anmerken und gewann das Springen kurzerhand.

Kuriosität II

Was machen, wenn man als Moderator live auf Sendung ist, aber die Protagonisten fehlen. Ganz einfach, man plaudert aus dem Nähkästchen. Bruno Moravetz bewies seine Entertainer-Qualitäten, als er 1979 vier Stunden kommentierte, ohne dass auch nur ein einziger Akteur die Schanze herunter sprang.

Wegen eines hohen Temperaturabsturz in der Nacht, war es nicht möglich, die vereiste Schanze wieder sprungbereit zu präparieren. Die Sportreporter-Legende überbrückte die Zeit mit zahlreichen Skisprung-Geschichte, bis die Sendung zu Ende war. Das Springen wurde um einen Tag verschoben.

Weitere Fakten

  • Seit der Jahrtausendwende war Gregor Schlierenzauer in Garmisch am erfolgreichsten. Seinem ersten Sieg 2008 ließ der Österreicher 2010 und 2012 wieder Siege folgen.
  • Der letzte deutsche Erfolg datiert vom 01.Januar 2002. Sven Hannawald konnte damals vor dem Österreicher Andreas Wildhölzl und dem Polen Adam Malysz triumphieren.
  • Von den aktiven Deutschen sprang zuletzt Michael Neumayer 2008 mit Platz drei auf das Podium in Garmisch.
  • Von den letzten sieben Tourneespringen in Garmisch gingen fünf Tagessiege nach Österreich. Lediglich Anders Jacobsen (2013) und Simon Amman mit seinem Rekordsprung 2011 konnten die Serie durchbrechen.
  • 2009 erhielt die Olympiaschanze den IOC/IAKS Award in Gold, den einzigen internationalen Architekturpreis für bereits im Betrieb bewährte Sport- und Freizeitbauten.
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