"Weltklasse-Flieger" aus dem Nichts

SID
Montag, 24.11.2014 | 12:55 Uhr
Markus Eisenbichler sprang beim Weltcup-Auftakt wie Phönix aus der Asche
© getty
Advertisement
NCAA Division I
Oklahoma @ Kansas
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Tag 2
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Tag 3
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Tag 3
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Viertelfinale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Tag 4
Premier League Darts
Premier League: Berlin
NHL
Islanders @ Maple Leafs
NBA
Clippers @ Warriors
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Halbfinale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Viertelfinale
Six Nations
Frankreich -
Italien
NBA
Timberwolves @ Rockets
Six Nations
Irland -
Wales
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Finale
Six Nations
Schottland -
England
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Halbfinale
King Of Kings
King of Kings 54
Pro14
Scarlets -
Ulster
NBA
Magic @ 76ers
World Championship Boxing
Srisaket Sor Rungvisai vs Juan Francisco Estrada
NHL
Oilers @ Kings
Premiership
London Irish -
Worcester
Premiership
Saracens -
Leicester
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Finale
NBA
Spurs @ Cavaliers
NHL
Bruins @ Sabres
NBA
Warriors @ Knicks
NBA
Wizards @ Bucks
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Tag 3
NHL
Sabres @ Lightning
NBA
Rockets @ Clippers
Premier League Darts
Premier League: Exeter
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Viertelfinale
NBA
Lakers @ Heat
UK Open
UK Open: Tag 1 -
Session 1
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Viertelfinale
UK Open
UK Open: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Edinburgh -
Munster
Premiership
Harlequins -
Bath
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Halbfinals
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Halbfinale
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Finale

Die erste große Pressekonferenz seines Lebens begann Markus Eisenbichler mit einem schelmischen Grinsen. "Erst mal Griaß Di!", sagte der Oberbayer, lehnte sich zurück und ließ die zahlreichen Fragen über sich ergehen. Besonders eine wurde dem Skisprung-Newcomer nach dem starken Weltcup-Auftakt in Klingenthal immer wieder gestellt: Was bitte, Herr Eisenbichler, ist mit Ihnen im Sommer passiert?

So richtig kennt Eisenbichler die Antwort auch nicht. "Wir hatten ein Training in Garmisch, und da ist es auf einmal aufgegangen. Seitdem bin ich in einem Flow, und der lässt sich zum Glück nicht so leicht abstellen", sagte der 23-Jährige. Beim Start in die WM-Saison hatte der Sportsoldat mit dem Team Platz eins geholt, im Einzel folgte der beachtliche achte Rang.

Dabei war der Name Eisenbichler bislang nur Skisprung-Experten ein Begriff: In Klingenthal absolvierte der ehemalige Kombinierer aus Siegsdorf erst seinen elften Einzel-Weltcup. Doch langsam wird klar, dass Eisenbichler das nächste Produkt der erfolgreichen Aufbauarbeit von Bundestrainer Werner Schuster ist. Aus dem Nichts in die Weltspitze, das hatten zuvor auch Andreas Wellinger und Marinus Kraus schon geschafft.

Schuster wählt große Worte

Trainer Schuster scheut sich sogar nicht, beim Thema Eisenbichler ganz große Worte zu wählen. "Ich kann ruhig mal einen Superlativ nehmen: In der zweiten Sprunghälfte ist Markus bei uns der Beste. Und auch international sehe ich keinen, der besser ist. Er kann extrem gut fliegen", sagt der Österreicher. Heißt auf Deutsch: Gelingt der Absprung, geht es ganz weit nach unten. So wie am Samstag, als er auf 142 Meter segelte. Kein anderer DSV-Adler kam am Wochenende weiter.

Begonnen hat alles im kleinen Siegsdorf, wenige Kilometer westlich von Salzburg. Dort, wo auch Biathlon-Olympiasieger Peter Angerer geboren wurde. Doch Eisenbichler bevorzugte nach einem kurzen Flirt mit der nordischen Kombination das reine Fliegen: "Irgendwann habe ich das einfach ausprobiert. Dann wurde ich immer besser, kam ins Sportinternat in Berchtesgaden und hatte das große Ziel, einmal im Weltcup zu springen."

Über Umwege zum Erfolg

Das hat er inzwischen geschafft, wenn auch mit Umwegen. "Fliegen konnte er immer. Aber er musste sich eine kontinuierliche Arbeitsweise aneignen. Er war mehr so ein Schön-Wetter-Springer", sagt Schuster über die vergangenen Jahre, die Eisenbichler meistens im zweitklassigen Continental Cup verbracht hat: "Aber jetzt ist er weiter. Wie weit, werden wir sehen."

Seinen Platz im DSV-Team hat Eisenbichler, der die japanischen Flugkünstler Kazuyoshi Funaki und Noriaki Kasai als große Vorbilder nennt und "Pokern, Schafkopfen, Golf und Tennis" als Hobbys angibt, bis einschließlich zur Tournee sicher. Und verdrängen lassen will sich der Neuling so leicht nicht. "Mein Ziel ist es, den ganzen Winter im Weltcup zu bleiben, bis zum Schluss. Also auch bei den Großevents", sagt Markus Eisenbichler: "Die Ergebnisse kommen dann von alleine."

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung