Sonntag, 09.03.2014

Dritter Deutscher nach Weißflog und Hannawald

Freund gewinnt am Holmenkollen

Severin Freund hat als erster Deutscher seit Sven Hannawald einen Skisprung-Weltcup am legendären Holmenkollen in Oslo gewonnen. Der 25-Jährige siegte nach Flügen auf 132 und 130,5 Meter mit 265,4 Punkten deutlich vor dem Norweger Anders Bardal (252,1) und Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (Polen/245,4).

Severin Freund zeigte eine starke Vorstellung
© getty
Severin Freund zeigte eine starke Vorstellung

Für Freund war der vierte Saisonsieg gleichzeitig eine gelungene Generalprobe für die Skiflug-WM am kommenden Wochenende im tschechischen Harrachov.

Vor Freund hatten nur die ehemaligen Vierschanzentournee-Gewinner Jens Weißflog (1989) und Hannawald (2002) für einen deutschen Sieg am Holmenkollen gesorgt. "Hier zu gewinnen, ist etwas Besonderes. Das ist ein ganz spezieller Ort, und heute hat er mich endlich gemocht", sagte Freund.

Schuster voller Lob

Voller Lob für seinen Vorflieger war Bundestrainer Werner Schuster. "Ich bin völlig begeistert, wie er das gemacht hat, ich freue mich riesig. Das ist ein toller Moment, den wir hier erleben dürfen", sagte der Österreicher: "Olympia hat Severin befreit, als er dem Team die Goldmedaille abgesichert hat."

Im Gesamtweltcup bleibt Freund mit jetzt 1123 Punkten auf Platz drei, verkürzte aber den Rückstand auf den Slowenen Peter Prevc (1152). In Führung bleibt Überflieger Stoch (1320), dem zwei Wettbewerbe vor Saisonende der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen ist.

Restliche DSV-Adler enttäuschen

Die übrigen DSV-Adler enttäuschten vor den Augen von Norwegens König Harald. Einzig Markus Eisenbichler (Siegsdorf) schaffte es als 29. noch unter die besten 30. "Das ist wenig. Wir gehen ein bisschen auf der letzten Rille. Der Kopf ist müde, die Jungs brauchen jetzt ein wenig Unterstützung", sagte Schuster.

Ohne Punkte blieben bei schwierigen Windverhältnissen Andreas Wellinger (Ruhpolding/31.), Richard Freitag (Aue/34.), Michael Neumayer (Berchtesgaden/36.), Andreas Wank (Oberhof/44.) und Marinus Kraus (Oberaudorf/50.), der nur mit Mühe einen Sturz verhinderte. "Das ärgert mich. Es war heute schon ein bisschen schwierig, aber die Jury hat ihr Bestes probiert", sagte Neumayer.


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