Samstag, 22.03.2014

Weniger Geld für das Team?

Skispringerinnen befürchten Kürzungen

Bundestrainer Andreas Bauer hat die geplante Budget-Kürzung des DSV im Frauen-Skispringen kritisiert. Angeblich soll der Etat um bis zu zehn Prozent gekürzt werden. Sotschi-Heldin Carina Vogt muss derweil operiert werden.

Aushängeschild: Carina Vogt holte im Skispringen Gold in Sotschi
© getty
Aushängeschild: Carina Vogt holte im Skispringen Gold in Sotschi

"Wir sind wirklich am Limit. Wir haben ein tolles Projekt aufgebaut und mit dem Olympiasieg von Carina Vogt gekrönt. Es wäre schade, wenn das nicht weiterginge", sagte Bauer im "ZDF".

Für die kommende Saison ist von Kürzungen von etwa zehn Prozent die Rede. "Wir haben leider nicht das Budget zur Verfügung, das betrifft alle Sparten", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel und nahm auch den Bund in die Pflicht: "Der Sport wird immer teurer. Auch der Bund muss sich einmal fragen: Will er den Spitzensport, oder will er ihn nicht?"

Die aktuellen Entwicklungen sieht auch Hüttel mit Sorge. "Es wäre komplett bescheuert, wenn wir das wieder zurückfahren würden. Den Fehler haben wir von zehn, zwölf Jahren schon einmal im Skispringen gemacht. Den wollen wir nicht noch einmal machen."

Derweil hat Überfliegerin Sara Takanashi hat auch den letzten Skisprung-Weltcup der Saison überlegen gewonnen. Die Japanerin feierte im slowenischen Planica mit Flügen auf 135 und 132,5 Meter im 18. Wettbewerb des Winters ihren 15. Sieg. Nur Zuschauerin war die verletzte Olympiasiegerin Carina Vogt, die nach dem Springen für ihren zweiten Platz im Gesamtweltcup geehrt wurde.

Vogt: Bald wieder fit

Takanashi gewann mit 271,6 Punkten klar vor ihrer Teamkollegin Yuki Ito (244,9) und Julia Clair aus Frankreich (239,3). Die 17-Jährige beendete die Saison mit 1720 Punkten deutlich vor Vogt (806), die in der kommenden Woche am Knie operiert wird. "Das ist kein großer Eingriff. Ich denke, dass ich in wenigen Monaten wieder fit bin und in das Sommertraining starten kann", sagte die 22-Jährige aus Degenfeld.

Beste Deutsche beim Saison-Finale war Ulrike Gräßler (Klingenthal) auf dem sechsten Platz, Anna Häfele (Willingen) schaffte als Achte ihr bestes Saison-Ergebnis. Katharina Althaus (Oberstdorf), Anna Rupprecht (Degenfeld) und Juliane Seyfarth (Ruhla) landeten auf den Plätzen 22, 23 und 24 ebenfalls in den Punkten.


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