Sonntag, 30.03.2014

Dirtter WM-Sieg für Jahr

Curler weiter auf Erfolgskurs

John Jahr schwimmt mit seinem Hamburger Curling-Team bei der Weltmeisterschaft in Peking auf der Erfolgswelle. Der 48-Jährige, Enkel des gleichnamen Verlegers, feierte am Sonntag mit einem 7:5 gegen Titelverteidiger Schweden bereits den dritten Sieg im dritten Spiel.

Nach der WM beendet Jahr seine Curling-Karriere
© getty
Nach der WM beendet Jahr seine Curling-Karriere

Zuvor hatten Jahr und Co. gegen Gastgeber China 11:5 und gegen Russland 9:5 gewonnen. Jahr verabschiedet sich in der chinesischen Hauptstadt vom Curlingsport. Er hat angekündigt, seine Karriere nach dem Titelkampf zu beenden.

Gegen Schweden präsentierte sich Jahr mit seinem Team taktisch clever. Nach dem 5:5-Ausgleich der Skandinavier, bei denen der erst 22 Jahre alte Oskar Eriksson an Stelle des WM-Skips Niklas Edin Regie führt, gestaltete Jahr das neunte End punktlos, um im letzten End den Vorteil des letzten Steins zu haben.

Dieses Vorhaben glückte. Mit zwei gewonnenen Steinen machte Deutschland den Sieg perfekt.

Besser sein als in Sotschi

Jahr will sich in Peking mit einem guten Ergebnis vom internationalen Eis zurückziehen. "Ich will nicht verraten, was wir uns als Platzierung als Ziel gesetzt haben, aber es soll deutlich besser sein als in Sotschi", sagte Jahr.

Bei Olympia am Schwarzen Meer hatte Jahr im Februar mit seinem Team nach nur einem Sieg in neun Begegnungen nur den zehnten und letzten Platz belegt. In Peking hat Deutschland als einziges Team bereits drei Siege auf dem Konto.

In Peking sind zwölf Mannschaften am Start. Deutschland ist mit seiner Hamburger Mannschaft nur eines von insgesamt vier Teams neben Norwegen, China und Dänemark, die auch bei Olympia in dieser Besetzung am Start waren. "Daraus abzuleiten, dass die Konkurrenz in China schwächer sein wird, wäre fatal", sagte Jahr.

"Bei den Schotten zum Beispiel startet der dreimalige Weltmeister Ewan MacDonald, und der ist erfahrener und erfolgreicher als David Murdoch, der bei Olympia gespielt hat. Ich denke, die Wettbewerbssituation ist ähnlich wie bei Olympia - um nicht zu sagen: Einfacher wird es nicht!"


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