Tops und Flops des Wochenendes

Vonns Ultimatum und Evil Graabak

Von Adrian Bohrdt
Montag, 03.03.2014 | 13:11 Uhr
Tiger Woods (r.) ist not amused über das angebliche Ultimatum von Lindsey Vonn
© getty
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Florian Notz und Thomas Dreßen überraschen am Wochenende, Dreßen schrieb bei der Junioren-WM gar Geschichte. Lindsey Vonn setzt Tiger Woods ein riskantes Hochzeits-Ultimatum, außerdem gab sich die Prominenz beim prestigeträchtigen Wasalauf die Klinke in die Hand. Severin Freund verpasste seinen Hattrick denkbar knapp und Franz Klammer wettert gegen den FIS.

Tops:

Florian Notz: Er war die deutsche Überraschung im finnischen Lahti. Florian Notz holte bei seinem Weltcup-Debüt über 15 Kilometer im freien Stil einen völlig unerwarteten siebten Platz und schockte damit Bundestrainer Frank Ullrich. "Er ist in beiden Techniken stark, deshalb haben wir ihn mitgenommen. Aber dass er so einen Lauf hinschmettert, ist selbst für uns überraschend", staunte der Coach.

Der 21-Jährige selbst zeigte sich ebenfalls komplett erstaunt und fast schüchtern in den folgenden Interviews: "Ich habe mich gut gefühlt und hatte sehr gutes Material. Es lief richtig gut." Der Youngster war selbst so überrascht davon, über eine halbe Stunde im Leader-Sessel sitzen zu dürfen, dass ihm von der medizinischen Abteilung eine Wärmejacke gereicht werden musste.

Trotz des überraschenden Erfolgs mahnte Ullrich direkt zu einem behutsamen Vorgehen mit seinem "Juwel": "Den Sprint in Drammen wird er nicht laufen, und der 50er nächste Woche in Oslo kommt zu früh für ihn. Da muss man vorbereitet sein. Das Weltcup-Finale in Falun bestreiten die 50 Besten des Weltcups, da gehört er nicht dazu. Also wird er diese Saison nicht mehr ganz oben dabei sein."

Dreßens Silber-Lauf: Eine Silber-Medaille bei einer Junioren-WM - das gab es aus deutscher Herren-Alpin-Sicht seit 26 Jahren nicht mehr. Thomas Dreßen schaffte am Sonntag bei der Abfahrt in Jasna den historischen zweiten Platz und landete nur zwei Hundertstelsekunden hinter dem Norweger Adrian Smiseth Sejersted. "Das ist schon ein kleines Highlight", freute sich DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

Immerhin, so Maier weiter, seien es ohne deutsche Speedfahrer bei Olympia diese "kleinen Lichtblicke, die uns am Leben halten". Auch im Team-Wettbewerb reichte es für einen Platz auf dem Treppchen: Der DSV gewann Bronze hinter Schweden und der Schweiz.

Der Wasalauf: Jeder, der diesen Lauf übersteht, ist ein Gewinner:Es ist das größte Skilanglaufrennen der Welt, über 90 Kilometer quälen sich tausende Athleten jährlich durch Nordschweden. Von den 15.800 Verrückten, die am Sonntag an den Start gingen, machten zwei Norweger das Rennen unter sich aus: Audun Laugaland hatte vier Kilometer vor dem Ende noch 40 Sekunden Vorsprung, 500 Meter vor dem Ziel aber überholte John Kristian Dahl seinen Landsmann und gewann mit 4:14:33 Stunden, drei Sekunden vor Laugaland.

"Ich habe meine letzten Reserven am Ende genutzt. Es waren schwere Bedingungen. Nach 60, 70 Kilometern war ich ziemlich kaputt, aber so ging es allen", erklärte ein völlig erschöpfter Dahl anschließend.

Trotz der Bedingungen blieb auch die Prominenz nicht fern. Während Schwedens Prinz Carl Philip und seine Freundin Sofia Hellqvist bereits am Freitag im Staffel-Rennen an den Start gingen, wagte sich Dänemarks Kronprinz Frederik, für den es bereits der dritte "Vasaloppet" war, genauso wie Handball-Weltmeister Staffan Olsson und der ehemalige Eishockeyspieler Peter Forsberg an den Einzel-Start.

Jens Filbrich verpasste indes die erste deutsche Top-Ten-Platzierung seit 18 Jahren deutlich. Der Olympiateilnehmer kam als 82. ins Ziel.

Skispringer Freund: Denkbar knapp hat Severin Freund den ersten deutschen Sieg-Hattrick seit 2002 verpasst. Nach seinen Erfolgen am Mittwoch in Falun und am Freitag in Lahti musste er sich am Sonntag ebenfalls in Lahti dem Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch geschlagen geben. Der Pole flog im Finale 134,5 Meter, Freund wurde mit 131,5 Metern Zweiter.

Dennoch übte er sich anschließend in Selbstkritik: "Der zweite Sprung von Kamil war ziemlich grandios, da wusste ich, dass es schwer für mich wird. Oben habe ich ein bisschen überdreht und korrigieren müssen. Daher fehlte ein bisschen." Lob gab es dagegen von Bundestrainer Werner Schuster: "Was Stoch gemacht hat, war Wahnsinn. Daher sollte man sich nicht über den zweiten Rang grämen."

Auch im Teamspringen wurde es für das deutsche Quartett am Samstag der zweite Platz, nur die Österreicher waren mit ihrem jungen Team besser. In der Alpenrepublik wurde angesichts des ersten ÖSV-Weltcupsiegs für diese Saison direkt über die gelungene Olympia-Revanche frohlockt - unsere Jungs werden mit ihrem Sieg in Sotschi aber auch gut leben können...

Seite 2: Die Flops des Wochenendes

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