Montag, 24.03.2014

Die Tops und Flops des Winters

Gold-Maria, Oldies & ein Kriminalstück

Der letzte Schnee ist längst getaut, der Frühling bereits da. Was das bedeutet? Es ist Zeit für die Tops und Flops des Sportwinters 2013/2014. Mit dabei: Gold-Marias Abschied, der Schlussspurt-Sevi und eine vermisste Lindsey Vonn.

Vier Bilder, vier Geschichten: Der Sportwinter hatte viel zu bieten
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Vier Bilder, vier Geschichten: Der Sportwinter hatte viel zu bieten

Tops

Der Schlussspurt-Sevi

Olympiasieg abgehakt, jetzt geht's rund, dachte sich wohl Severin Freund. Mit seinen Teamkollegen zerlegte der Niederbayer nach Gold im Teamwettbewerb von Sotschi erst einmal das Olympische Haus der Österreicher, ehe er dann so richtig loslegte. Nach Olympia siegte Freund in vier von acht Weltcups und holte sich dreimal noch den zweiten Platz.

Die Krönung dann in Harrachov mit seinem ersten Einzel-Titel bei der Skiflug-WM! Die Konkurrenz aus Österreich (siehe Flops) ärgerte sich, dass der kleine Severin als Kind gerade einmal zehn Kilometer von der Grenze entfernt für das - aus unserer Sicht - richtige Land schuftete.

Mit seinem großen Endspurt hätte sich der 25-Jährige beinahe noch den Gesamt-Weltcup gesichert. Gut für ihn: Laut SPOX-Informationen fordert der DSV demnächst bei der FIS eine Verschiebung der Vierschanzentournee und Olympischen Springen in den April...

Gloria für Gold-Maria

Ausgerechnet im Moment ihres schweren Sturzes beim Weltcup-Finale in Lenzerheide keimte bei den deutschen Wintersport-Fans wieder etwas Hoffnung auf. So will die erfolgreichste deutsche Skifahrerin aller Zeiten nicht abtreten, meinten ihre Fans.

Zu Unrecht! Eine Woche später nahm Maria Höfl-Riesch im lilafarbenen Blazer vor den mächtigen Werbebanden des Sponsors Platz und verkündete den erwarteten (und befürchteten) Rücktritt. "Man soll dann aufhören, wenn es am schönsten ist", sagte die 29-Jährige später in einer Videobotschaft und wirkte befreit.

Was bleibt: Ein Lächeln, das nicht nur Skifans verzauberte, eine Freundschaft voller Rivalität mit Lindsey Vonn, dazu drei Olympiasiege, zwei WM-Titel und 27 Weltcup-Siege. Danke, Maria!

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Oldies but Goldies

Völlig aufgedreht tänzelte der schmächtige Skispringer durch die große Olympia-Party in Sotschi, schoss Bilder mit seinen Konkurrenten und war mittendrin im Party-Geschehen: Der 41-jährige Noriaki Kasai fühlt sich nach wie vor pudelwohl im Leistungssport und war ein Highlight der Oldie-Generation, die uns viel Freude bereitet hat.

Neben Vize-Olympiasieger Kasai tat sich auch mal wieder Ole Einar Björndalen hervor. Im Sprint von Sotschi zeigte der Routinier den Jungspunden erneut seine Klasse und trotzte allen Zweifeln an seiner Leistungsfähigkeit mit dem siebten Olympiasieg, der ihn zusammen mit Gold Nummer acht in der Mixed-Staffel endgültig zum König der Wintersportler krönte.

Und als wäre das noch nicht genug, kündigte der 40-Jährige gleich die nächsten Heldentaten an: Er will weiter in der Loipe bleiben und zusätzlich die Athleten in der IOC-Kommission vertreten. Bei so viel erfolgreichem Engagment im Alter fragen wir uns, ob die Rücktritte von Tobi Angerer (37), Axel Teichmann (34), Jenny Wolf (35) und Andrea Henkel (36) nicht doch etwas überhastet waren...

Felix & Fritz Forever!

Wie kleine Schulbuben lachten sich Felix Neureuther und Fritz Dopfer in Kranjska Gora an. Zu zweit stand das DSV-Duo ganz oben auf dem Slalom-Podest, das gab es noch nie in der deutschen Skihistorie. Und wie es sich für Schuljungen gehört, fiel den beiden auch genug ein, um die Fans bei Laune zu halten.

Während sich Dopfer trotz schwankender Leistungen zum Saisonstart vergnügt im SPOX-Interview äußerte, schreckte sein Kollege mit einem Unfall vor dem Abflug nach Sotschi ganz Deutschland auf.

Sogar Fast-Weltfußballer Franck Ribery musste sich da im Wartezimmer von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hinten anstellen. Angesichts des Rücktritts von Maria Höfl-Riesch dürfen Fritz und Felix im kommenden Winter gerne noch einige Geschichten folgen lassen!

Pure Dominanz

Da lacht das Herz! Mit Blick auf die Ergebnisse im Rodeln und der Nordischen Kombination müssten beide Events eigentlich regelmäßig Einschalt-Quoten in Lanz'schen Dimensionen erhalten. Klappte schon recht gut, wie sich die deutschen Kombinierer den Winter über präsentierten.

Eric Frenzel dominierte zu Beginn der Saison sogar so sehr, dass Gerüchte die Runde machten, er wolle zusätzlich zu seiner Kolumnen-Tätigkeit unterhalb der Woche fest als Redakteur bei SPOX einsteigen. Das wollten die Teamkollegen Johannes Rydzek, Björn Kircheisen und Tino Edelmann nicht auf sich sitzen lassen.

Freeride: Saisonfinale in Verbier
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Sie bewarben sich ebenfalls bei der Chefredaktion und lieferten derart beflügelt eine starke Saison. Mit vier Deutschen (darunter Gesamtsieger Frenzel vor Rydzek) in den Top 15 war der Winter ein voller Erfolg. Getoppt haben das nur die Rodler! Mal wieder unübertroffen und unschlagbar bei Olympia! Trotz immenser Erwartungen aus der Heimat rutschten die Deutschen im Eiskanal allen davon. Vier Mal Gold in vier Wettbewerben war die Bestellung - und die Rodler lieferten. Stark!

Annas Wintertraum

Die Königin gab sich bescheiden. "Wahnsinn, was in Sotschi passiert ist. Ich kann es noch nicht richtig glauben", sagte Anna Schaffelhuber bei ihrer Rückkehr von den Paralympics. Die 20-Jährige hatte den Ski-Wettbewerb dominiert und beim Heimflug Probleme, den Kopf gerade zu halten. Satte fünf Goldmedaillen hingen ihr um den Hals.

Die Monoskifahrerin spielte förmlich mit der Konkurrenz. Grund zur Zufriedenheit? Von wegen! Ab dem nächsten Winter wolle sie in den Bereich der Männer-Zeiten vorfahren, gab die Regensburgerin als Ziel aus. Die querschnitssgelähmte Athletin denkt gar nicht daran, sich zurückzulehnen. Neben dem Sport studiert sie in München Jura. "In dubio pro reo" - oder so!

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