Freitag, 28.02.2014

Rydzek siegt in Lahti

Frenzel holt Gesamtweltcup

Doppelter Triumph für die deutschen Kombinierer: Johannes Rydzek aus Oberstdorf hat beim Weltcup in Lahti den zweiten Sieg in seiner Karriere gefeiert, Olympiasieger Eric Frenzel sicherte sich mit Platz drei wie im Vorjahr den Gesamtweltcup.

Eric Frenzel sicherte sich nach seinem Olympiasieg auch den Gesamtweltcup
© getty
Eric Frenzel sicherte sich nach seinem Olympiasieg auch den Gesamtweltcup

Eric Frenzel und Johannes Rydzek lagen sich überglücklich in den Armen, sie feierten einen der erfolgreichsten Tage für deutsche Kombinierer überhaupt. Während Olympiasieger Frenzel gut zwei Wochen nach dem Triumph von Sotschi mit Platz drei in Lahti wie im Vorjahr den Gesamtweltcup gewann und einen weiteren Meilenstein setzte, stürmte Rydzek wie entfesselt zum zweiten Sieg seiner Karriere.

"Das ist eine große Sache für mich", sagte Frenzel: "Letztes Jahr war ich nach meinem ersten Gesamtweltcup so froh, jetzt habe ich ihn schon zum zweiten Mal - es ist die Krönung einer fantastischen Saison. Die letzten Wettbewerbe kann ich jetzt einfach genießen."

Der 22 Jahre alte Rydzek hatte im Ziel 7,0 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Japaner Akito Watabe, der damit die Chance verspielte, Frenzel in den letzten drei Einzelrennen des olympischen Winters den Gesamtsieg noch streitig zu machen.

Frenzel, dem letztlich 20,6 Sekunden zum achten Saisonsieg fehlten, sicherte sich im Foto-Finish vor dem zeitgleichen Tino Edelmann (Zella-Mehlis) Platz drei. Selbst bei einem Sieg Watabes hätte Frenzel ein vierter Platz zum vorzeitigen Triumph gereicht.

Starkes deutsches Mannschaftsergebnis

Der Olympia-Dritte Fabian Rießle (Breitnau) auf Platz sechs und Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) als Zehnter machten ein herausragendes deutsches Mannschaftsergebnis perfekt.

Doppel-Olympiasieger Jörgen Graabak (Norwegen) hatte schon mit Platz 25 im Springen alle Chancen auf den Sieg verspielt und wurde Siebter.

Frenzel ist der zweite Deutsche nach Ronny Ackermann, der seinen Triumph im Gesamtweltcup ein Jahr später wiederholte. Neben Ackermann (2002, 2003, 2008) und Frenzel ist Bundestrainer Hermann Weinbuch (1986) der dritte deutsche Kombinierer, der die große Kristallkugel gewann.

Teamsprint am Samstag

Rydzek hatte am 12. März 2011 als 19-Jähriger ebenfalls in Lahti seinen ersten Weltcup-Erfolg gefeiert, am Freitag lieferte er im WM-Austragungsort von 2017 einen der besten Wettkämpfe seiner Karriere ab. Als Vierter war der Oberstdorfer in die Loipe gegangen und schnell zu Frenzel sowie den Österreichern Willi Denifl und Christoph Bieler aufgelaufen.

Kurz nach der Halbzeit attackierte Rydzek und lief zeitweise rund 20 Sekunden Vorsprung heraus. Watabe hatte in der Schlussphase die besten Beine, kam aber nicht mehr gefährlich an Rydzek heran.

Frenzel fehlte nach seinen gesundheitlichen Problemen in Sotschi noch ein wenig die Frische, um mit Rydzek um den Sieg kämpfen zu können. "Meine Virus-Infektion ist vollkommen abgeklungen. Natürlich hat dies dem Körper Kräfte entzogen, und wir sind langsam am Ende einer sehr langen Saison", hatte er vor dem Rennen gesagt: "Der Wille und das Ziel meines zweiten Gesamtweltcup-Sieges vor Augen geben mir aber die notwendige Wettkampfanspannung."

In Lahti steht am Samstag ein Teamsprint auf dem Programm (Sa., ab 10.45 Uhr im LIVE-TICKER), danach macht der Weltcup noch in Trondheim (6. März), Oslo (8. März) und Falun (15./16. März) Station.


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Welcher Deutsche drückt dem Winter 2015/2016 seinen Stempel auf?

Felix Neureuther
Severin Freund
Simon Schempp
Eric Frenzel
Natalie Geisenberger
Laura Dahlmeier
ein anderer Athlet

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.