Biathletinnen schielen nach Sotschi

SID
Dienstag, 07.01.2014 | 11:59 Uhr
Andrea Henkel wird das deutsche Team in Sotschi anführen
© getty
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Die deutschen Biathleten wollen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding wieder Podestplätze erkämpfen. Zum Auftakt steht am Mittwoch die Frauenstaffel an.

Andrea Henkel hat den triumphalen Moment noch nicht vergessen. Mit der deutschen Fahne in der Hand stürmte sie bei den Biathlon-Festspielen von Ruhpolding vor knapp zwei Jahren ins Ziel und bescherte den Skijägerinnen ihren bislang letzten WM-Titel. An gleicher Stelle wollen Henkel und Co. nun die Grundlage für das nächste Kapitel in der deutschen Staffel-Erfolgsgeschichte legen. Mit dem Frauenrennen beginnt am Mittwoch der Weltcup in den Chiemgauer Alpen.

"Mit einer möglichst guten Leistung wollen wir gemeinsam noch einmal Selbstvertrauen für Olympia tanken", sagte Henkel, die mit dem Frauenteam im französischen Le Grand-Bornand den bislang einzigen Weltcupsieg des Winters feierte.

Während es am vergangenen Wochenende beim ersten Teil der Heimrennen in Oberhof nicht zu einem Podestplatz gereicht hat, sind die Aussichten auf einen Erfolg in Ruhpolding gut. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) überzeugte im Saisonverlauf, gewann nicht nur in Frankreich, sondern lief zuvor in Hochfilzen bereits auf Rang zwei. "Die Staffel ist sicher nicht unsere einzige Chance auf eine Olympia-Medaille, aber sicher eine gute", sagte Henkel.

Karriereende nach der Saison

Die 36-Jährige wird in Bayern zum letzten Mal bei einem Weltcup vor deutschem Publikum antreten, nach der Saison beendet die Thüringerin ihre lange Karriere. In Ruhpolding dürften viele Erinnerungen hochkommen, gerade an den WM-Sieg 2012 bei Kaiserwetter vor knapp 30.000 Zuschauern.

Damals bestritt die achtmalige Weltmeisterin das Rennen als Schlussläuferin noch an der Seite von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner, Miriam Gössner und Tina Bachmann. Von dem Quartett ist nur Henkel übrig geblieben. Neuner ist zurückgetreten, Gössner verletzt und Bachmann momentan schlicht zu schwach.

Stattdessen hat sich die Mannschaft mit den Youngstern Franziska Preuß (Haag) und Laura Dahlmeier (Partenkirchen) sowie Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) eingespielt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass auch das olympische Rennen am 21. Februar in dieser Besetzung bestritten wird.

Großer Druck bei Olympia

Und der Druck ist groß: Noch nie gingen die Skijägerinnen bei Winterspielen leer aus. Zuletzt gab es 2002 in Salt Lake City den Olympiasieg - natürlich mit Andrea Henkel. Die Großbreitenbacherin will auch in Russland noch mindestens eine Medaille gewinnen und sich dann in den Ruhestand verabschieden. "Dafür mache ich dieses Jahr noch, das ist meine Motivation", sagte die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin.

Henkel führt das deutsche Aufgebot an. Einzig Kathrin Lang (Siegsdorf) ist nach den Rennen in Oberhof neu in der Mannschaft, dafür fehlt Miriam Gössner (Garmisch), die nach ihren anhaltenden Rückenschmerzen eine Pause einlegt. Auch Nadine Horchler (Willingen) ist nicht mehr dabei. Bei den Männern gab es keine Veränderungen. Sie starten am Donnerstag ebenfalls mit der Staffel in den Weltcup. Für das Quartett geht es nach Rang zwei in Frankreich um den ersten Saisonsieg.

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