Samstag, 25.01.2014

Auch Eisenbichler auf Rang acht

Neumayer bei Prevc-Sieg in Top 10

Michael Neumayer flog erstmals in diesem Winter in die Top 10, Markus Eisenbichler sogar erstmals in seiner Karriere: Der zweite Anzug der deutschen Skispringer hat beim Weltcup im japanischen Sapporo einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. In Abwesenheit zahlreicher Topstars überragten allerdings die Slowenen. Beim deutlichen Sieg von Peter Prevc landeten gleich drei Slowenen unter den ersten Vier.

Michael Neumayer schaffte in Sapporo seine beste Platzierung des Winters
© getty
Michael Neumayer schaffte in Sapporo seine beste Platzierung des Winters

Prevc segelte auf der Olympia-Schanze von 1972 auf starke 137,0 und 134,5 Meter und landete mit 294,6 Punkten umgerechnet fast zehn Meter vor Landsmann Jernej Damjan (277,0) und dem 41 Jahre alten Lokalmatador Noriaki Kasai (272,1). Rang vier ging an Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec (266,9). Prevc übernahm mit seinem zweiten Saisonsieg zudem das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden von Kamil Stoch, der wie der Großteil der Weltspitze auf die Reise nach Fernost verzichtet hatte.

Während die deutschen Olympia-Fahrer in der Heimat trainierten, zeigte das B-Team eine insgesamt gute Leistung. Routinier Neumayer, der knapp das Sotschi-Ticket verpasst hatte, schob sich nach Rang 16 im ersten Durchgang noch weit nach vorne. Der 22 Jahre alte Eisenbichler feierte das mit Abstand beste Ergebnis seiner Karriere, zuvor war ein 30. Rang Ende 2011 in Oberstdorf seine einzige Platzierung in den Punkten gewesen.

Und es war sogar noch mehr drin für die DSV-Adler: Karl Geiger lag nach dem ersten Durchgang auf dem vierten Platz und durfte vom ersten Weltcup-Podest seiner Laufbahn träumen. Dann aber folgte ein "Hüpfer" auf 117,5 Meter, am Ende musste sich Geiger mit dem 13. Rang begnügen. Danny Queck sammelte als 22. seine ersten Punkte seit mehr als einem Jahr. Pius Paschke verpasste dagegen auf Rang 41 den zweiten Durchgang.

Sotschi-Quintett bleibt in Deutschland

Ebenfalls zufrieden durfte Andreas Kofler sein. Als bester Österreicher wurde der ehemalige Vierschanzentournee-Gewinner Sechster und empfahl sich für das letzte noch zu vergebende Olympia-Ticket. Seine Teamkollegen Manuel Fettner (14.), Manuel Poppinger und Stefan Kraft schafften es dagegen nicht in die Top 10.

Zahlreiche Springer hatten auf die Reise nach Fernost verzichtet, von den besten Zehn der Gesamtwertung sind nur Prevc und Lokalmatador Kasai dabei. Auch Bundestrainer Werner Schuster blieb in Deutschland bei seinem Sotschi-Quintett Andreas Wellinger, Severin Freund, Richard Freitag, Marinus Kraus und Andreas Wank. Der zweite Wettkampf in Sapporo folgt am Sonntagmorgen.


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