Dienstag, 31.12.2013

Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen

Zehn DSV-Adler dabei

Zehn deutsche Skispringer haben sich das Ticket zum Neujahrsspringen der 62. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen (Mi., 14 Uhr im LIVE-TICKER) gesichert. Bester Deutscher war Andreas Wank.

Andreas Wank war bester Deutscher in der Qualifikation
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Andreas Wank war bester Deutscher in der Qualifikation

Die Vorflieger um Severin Freund enttäuschten erneut, Martin Schmitt freute sich immerhin über das Ticket für seinen wohl letzten Weltcup: Wenige Stunden vor der offiziellen Silversterparty der deutschen Skispringer gab es in der Qualifikation zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen kaum Grund zur Freude. Der erste deutsche Tournee-Tagessieg seit elf Jahren ist in weiter Ferne, und auch in der Gesamtwertung drohen die Favoriten vor dem Wettkampf am Mittwoch immer weiter zu enteilen.

Der 25 Jahre alte Freund, der mit großen Ambitionen in die Vierschanzentournee gestartet war, landete mit einem schwachen Sprung auf 128,0 m auf dem völlig indiskutablen 41. Rang. "Ich bin mit dem ganzen Training nicht zufrieden, das war einfach schlecht", sagte Freund, und befand trotzdem: "Immerhin ging der Trend nach oben." In Oberstdorf hatte der Bayer zum Auftakt Platz zehn belegt.

Schmitt vor letztem Weltcup der Karriere?

Auch die durch ihre guten Weltcup-Platzierungen ebenfalls vorqualifizierten Andreas Wellinger (Ruhpolding/43.) und Marinus Kraus (Oberaudorf/22.), in Oberstdorf auf Rang acht noch bester Deutscher, hatten bei besten Bedingungen auf der Olympiaschanze mit den vorderen Plätzen nichts zu tun. Bester Deutscher war Andreas Wank (Oberhof/19.).

Vierschanzentournee: Die Sieger der letzten 20 Jahre
Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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2014/15: Stefan Kraft (Österreich). Der 22-Jährige setzte sich vor seinem Landsmann Michael Hayböck und Peter Prevc durch
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2013/14: Thomas Diethart (Österreich). Der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2013/14: Thomas Diethart (Österreich). Der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der Dominator wiederholte seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der Dominator wiederholte seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich). Morgi ließ Simon Ammann (SUI) und Tom Hilde (NOR) hinter sich
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich). Ihm reichte für den Gesamtsieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich). Ihm reichte für den Gesamtsieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland). Er holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland). Er holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien). Das Duo hatte nach vier Springen jeweils 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien). Das Duo hatte nach vier Springen jeweils 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland). Er knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete Ahonen nur auf Platz zwei
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland). Er knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete Ahonen nur auf Platz zwei
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen). Kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen). Kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland). Ihm reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland). Ihm reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland). Historisch! Hanni gewann als bislang einziger Athlet alle vier Springen. Da verbeugte sich selbst der 2007 verstorbene Bundestrainer Reinhard Heß
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1998/1999: Janne Ahonen (Finnland). Schnappte sich 1999 den ersten seiner insgesamt fünf Tourneesiege
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1998/1999: Janne Ahonen (Finnland). Schnappte sich 1999 den ersten seiner insgesamt fünf Tourneesiege
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1997/1998: Kazuyoshi Funaki (Japan). Er siegte auf den ersten drei Schanzen und holte sich vor Sven Hannewald den Titel
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1997/1998: Kazuyoshi Funaki (Japan). Er siegte auf den ersten drei Schanzen und holte sich vor Sven Hannewald den Titel
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1996/1997: Primoz Peterka (Slowenien). Gewann im knalligen Orange in Garmisch - dieser Erfolg reichte am Ende zum Tourneesieg
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1995/1996: Jens Weißflog (Deutschland). Der Floh vom Fichtelberg holte sich 1996 zum vierten und letzten Mal den Gesamtsieg
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Immerhin verließ Altmeister Martin Schmitt aus Furtwangen den Auslauf mit einem Lächeln. Er sprang auf 129,5 Meter und schaffte es bei der 18. und letzten Tournee seiner Karriere erneut in den Wettkampf. Das Springen am Mittwoch könnte nicht nur der letzte Tournee-Auftritt, sondern sogar der letzte Weltcup seiner langen Karriere sein. Es steht so gut wie fest, dass Bundestrainer Werner Schuster den viermaligen Weltmeister vor den verbleibenden beiden Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) aus dem DSV-Aufgebot streichen wird.

"Ich wollte auf jeden Fall morgen noch mal an den Start gehen. Das war bisher mein bester Sprung bei der Tournee", sagte Schmitt: "Ich weiß aber, dass andere in der Mannschaft vor mir stehen." Zum Auftakt in Oberstdorf war der 35 Jahre alte Schmitt als 36. nach dem ersten Durchgang ausgeschieden. Sollte Schuster ihn aussortieren, wird Schmitt wohl nicht erneut im zweitklassigen Continental Cup antreten. "Dann wäre das wohl mein letzter Weltcup", sagte der Team-Olympiasieger von 2002: "Aber das werde ich mir in Ruhe daheim überlegen."

Thomas Diethart ganz vorne

Die stärkste Vorstellung vor 6000 Zuschauern bot überraschend Thomas Diethart aus Österreich (141,5 m), der den Schanzenrekord um nur zwei Meter verpasste und die Prämie von 2000 Euro für die Tagesbestleistung kassierte. Rang zwei belegte der polnische Gesamtweltcup-Führende Kamil Stoch (139,5) vor dem Österreicher Thomas Morgenstern (136,0).

Zudem konnten sich aus der Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) Andreas Wank (Oberhof/131,5 m), Michael Neumayer (Berchtesgaden/126,0), Richard Freitag (Aue/125,0), Karl Geiger (Oberstdorf/125,5), Markus Eisenbichler (Siegsdorf/131,5) und Daniel Wenig (Berchtesgaden/127,0) über den Sprung in den Wettkampf freuen. "Andreas Wank springt sehr gut, ansonsten ist es weiterhin viel Arbeit", sagte Schuster.

Die Deutschen stehen allerdings vor schweren Aufgaben: Neumayer muss im K.o.-Duell gegen Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer ran, Freitag trifft auf Stoch und Geiger muss sich gegen Olympiasieger Morgenstern beweisen.

Die Qualifikation verpassten hingegen Jan Mayländer (Degenfeld/119,5), Sebastian Bradatsch (Ruhla/116,0) und Danny Queck (Lauscha/124,5)

Paarungen des ersten Durchgangs:

Severin Freund (Rastbüchl) - Taku Takeuchi (Japan)

Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Michael Hayböck (Österreich)

Richard Freitag (Aue) - Kamil Stoch (Polen)

Michael Neumayer (Berchtesgaden) - Gregor Schlierenzauer (Österreich)

Karl Geiger (Oberstdorf) - Thomas Morgenstern (Österreich)

Marinus Kraus (Oberaudorf) - Rune Velta (Norwegen)

Andreas Wank (Oberhof) - Gregor Deschwanden (Schweiz)

Martin Schmitt (Furtwangen) - Anssi Koivuranta (Finnland)

Daniel Wenig (Berchtesgaden) - Simon Ammann (Schweiz)

Markus Eisenbichler (Siegsdorf) - Stefan Kraft (Österreich)

ferner u.a.:

Anders Bardal (Norwegen) - Sami Niemi (Finnland)

Die 62. Vierschanzentournee


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