Sonntag, 29.12.2013

Deutsche enttäuschen in Bormio

Svindal erneut nicht zu schlagen

Aksel Lund Svindal hat seine Rolle als Favorit auf eine olympische Goldmedaille einmal mehr unter Beweis gestellt. Der Norweger gewann zum Jahresabschluss die Weltcup-Abfahrt im italienischen Bormio und feierte damit seinen vierten Saisonsieg. Die Deutsche landet weit abgeschlagen.

Zweimal konnte Svindalen bereits den Gesamtweltcup für sich entscheiden
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Zweimal konnte Svindalen bereits den Gesamtweltcup für sich entscheiden

Der Super-G-Olympiasieger von 2010 und Abfahrts-Weltmeister von 2007 und 2013 baute damit auch seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Svindal siegte auf der anspruchsvollen Piste "Stelvio" bei wechselnden Bedingungen mit einem Vorsprung von 0,39 Sekunden vor Hannes Reichelt aus Österreich. "Es läuft sehr gut", sagte Svindal drei Tage nach seinem 31. Geburtstag, "es macht schon Spaß, wann man an jedem Wochenende um den Sieg mitfahren kann."

Den dritten Rang belegte mit einem Rückstand von 0,51 Sekunden Erik Guay aus Kanada, am vorangegangenen Wochenende Sieger bei der Abfahrt in Gröden.

Die deutschen Läufer stecken derweil in einer veritablen Krise. Ihr Bester war ausgerechnet der nicht zur Mannschaft gehörende Stephan Keppler (Ebingen) auf Rang 29, der Rest verfehlte die Punkteränge.

Sotschi rückt weiter in die Ferne

Von einer Reise nach Sotschi sind die deutschen Abfahrer derzeit weit entfernt - keiner ist bislang qualifiziert. Nur Tobias Stechert (Oberstdorf) hat wenigstens schon die halbe Norm, doch als 47. verfehlte er erneut die erforderliche zweite Platzierung unter den Top 15. "Die Saison ging gut los", sagte er, "aber seitdem läuft es in den Rennen nicht mehr."

Durch den Erfolg von Svindal beendeten die Ski-Rennläufer aus Österreich das Kalenderjahr 2013 ohne Sieg in einer Abfahrt oder einem Super-G - das war ihnen zuletzt im Jahr 1987 widerfahren.

Platz eins in der alpinen Königsdisziplin war zuletzt ein Jahr zuvor Reichelt in Bormio gelungen, er gewann damals zeitgleich mit dem derzeit verletzten Dominik Paris aus Italien - und mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Svindal.

"Keine Schande"

"Für einen Sieg muss alles zusammenpassen. Hinter Svindal Zweiter zu werden, ist keine Schande", sagte Reichelt nach dem letzten Rennen des Jahres.

Bereits in gut einer Woche ist Bormio erneut Schauplatz von Weltcup-Rennen, der WM-Ort von 1985 sowie 2005 übernahm die in Zagreb abgesagten Slalom-Wettbewerbe für die Frauen (5. Januar) und die Männer (6. Januar). Svindal wird dann kaum anreisen: Slalom ist nicht sein Ding.

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