"In Absprache"

Teamverfolgung ohne Beckert

SID
Donnerstag, 14.11.2013 | 10:36 Uhr
Bei den Olympischen Spielen in Vancouver gewann Beckert (v.) zwei Silbermedaillen
© getty
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Die deutschen Eisschnellläufer verzichten im Rennen um ein Olympia-Ticket in der Teamverfolgung der Frauen vorerst weiter auf Stephanie Beckert. Die 25 Jahre alte Team-Olympiasigerin von Vancouver wird auch beim zweiten Weltcup der Saison in Salt Lake City/USA am Wochenende nicht mit der Mannschaft an den Start gehen.

Dies erklärte DESG-Teamleader Helge Jasch und wies zudem eine Einflussnahme von außen in der Entscheidungsfindung zurück.

"Es ist mit Stephanie Beckert abgesprochen, dass sie sich auf ihre Einzelstrecken konzentriert, um wieder reinzukommen. Sie hat Schwierigkeiten mit ihren Zeiten, die Teamverfolgung macht in dieser Situation wenig Sinn", sagte Jasch dem SID.

Beckert war zuletzt in der Thüringer Allgemeinen zitiert worden, wonach beim deutschen Verband "anscheinend nicht mehr die Trainer entscheiden, wer startet und wer nicht".

Diesen Vorwurf wies Jasch energisch zurück. "Das entspricht nicht den Tatsachen, wir haben das Team aufgestellt", sagte er. Jasch, der ein klärendes Gespräch mit Beckert geführt hat, versuchte die Wogen zu glätten: "Sie wollte keine Spitze verteilen, sondern nur mitteilen, dass sie zur Verfügung steht. Sie wäre gern gelaufen, das war in keinster Weise böse gemeint. Aus meiner Sicht ist die Sache geklärt, es herrscht kein Unfrieden in der Mannschaft."

Vorletzte Platz für das neue Trio

Beim Weltcup-Auftakt in der Vorwoche in Calgary/Kanada hatte Beckerts Dauerrivalin Claudia Pechstein an der Seite ihrer Berliner Teamkolleginnen Bente Kraus und Monique Angermüller enttäuscht und nur den elften und vorletzten Platz belegt.

Im Kampf um einen Startplatz bei den Winterspielen in Sotschi 2014 bedeutete dies einen Rückschlag: nur die besten sechs Teams in der Gesamtwertung nach dem Weltcup in Berlin (6. bis 8. Dezember) erhalten ein Olympia-Ticket. Zwei zusätzliche Plätze werden über ein Zeit-Ranking vergeben.

"Es ist daher eminent wichtig, dass wir auf der schnellen Bahn in Salt Lake City eine gute Zeit hinlegen und wir mit Blick auf Sotschi in der Spur sind", sagte Jasch.

In der Vorsaison war im deutschen Team ein Streit über die Team-Besetzung entbrannt. Beim Weltcup-Finale in Heerenveen hatte Pechstein Beckert "Arbeitsverweigerung" vorgeworfen. Es folgte eine öffentliche Schlammschlacht.

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