Graf: "Das war scheiße"

SID
Sonntag, 24.11.2013 | 17:43 Uhr
Florian Graf musste zum Auftakt in Östersund als Schlussläufer auf die Strecke
© getty
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Routinier Andrea Henkel fand es einfach nur "ätzend", Arnd Peiffer "total ärgerlich": Eklatante Schwächen am Schießstand und insgesamt fünf Strafrunden haben die deutsche Mixedstaffel beim Weltcup-Auftakt im schwedischen Östersund um einen Podestplatz gebracht.

Im ersten Rennen der Olympia-Saison versagten dem Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) vor allem mit dem Gewehr die Nerven - am Ende stand beim Sieg der tschechischen Staffel nur ein enttäuschender siebter Platz zu Buche. Einen rabenschwarzen Tag erlebte dabei ausgerechnet Youngster Florian Graf.

Der 25 Jahre alte Schlussläufer leistete sich alle Strafrunden - aber auch seine Teamkollegen Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/4 Nachlader), Andrea Henkel (Großbreitenbach/4) und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/4) hatten zuvor bereits die Chancen auf eine vordere Platzierung verballert. 3:11 Minuten lag das deutsche Team am Ende hinter Tschechien, das sich überraschend vor Norwegen (+10,2 Sekunden) und der Ukraine (+1:11 Minuten) durchsetzte.

"Das war scheiße und hätte einfach nicht passieren dürfen", motzte ein enttäuschter Graf nach seinem Rennen in das ARD-Mikrofon. "So richtig kann ich das auch nicht erklären. Ich weiß nicht genau, wo die Fehler waren und bin einfach nicht zur Ruhe gekommen."

Schon der Auftakt war für das DSV-Quartett, das ohne die im Sommer verletzten Andreas Birnbacher (Schleching) und Miriam Gössner (Garmisch) antrat, nicht wie erhofft verlaufen. In der Loipe lieferte Hildebrand zwar eine solide Leistung ab, am Schießstand aber leistete sie sich zuviele Fahrkarten. "Stehend hätten es nicht unbedingt drei sein müssen", berichtete die 26-Jährige nach ihrem Rennen: "Aber es war auch schwierig, der Wind kam immer wieder rein."

Henkel: "Es war ganz eigenartig"

Mit einer Hypothek von 43,4 Sekunden schickte Hildebrand Routinier Andrea Henkel auf die Strecke. Die 35 Jahre alte Doppel-Olympiasiegerin, die nach der Saison das Gewehr an den Nagel hängt, kämpfte verbissen, aber vergeblich um den Anschluss zur Spitze und offenbarte ähnliche Probleme wie Hildebrand.

"Es war ganz eigenartig. Mit dem plötzlichen Windwechsel kam ich gar nicht zurecht", sagte die Thüringerin, die immerhin der eigenen Laufleistung Positives abgewann: "Am Berg hat alles gepasst."

Diesen Eindruck vermittelte wenig später auch Peiffer. Mit einer beherzten Vorstellung in der Loipe machte der frühere Sprint-Weltmeister die auch bei ihm unübersehbaren Defizite am Schießstand wett.

Das verflixte letzte Ziel wollte einfach nicht fallen. "Da habe ich dann ein bisschen rumgehuddelt, das war ärgerlich", sagte Peiffer. Insgesamt habe er ein solides Rennen gezeigt - Pechvogel Graf war von diesem meilenweit entfernt.

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