Wintersport

Tichonow kritisiert Russlands Frauentrainer

SID
Trainer unter sich: Deutschlands Uwe Müssiggang (l.) und Russlands-Trainer Wolfgang Pichler
© getty

Die Trainingsmethoden ihres deutschen Trainers Wolfgang Pichler haben die russischen Biathletinnen nach Ansicht des Olympiasiegers Alexander Tichonow in eine Krise geführt.

"Was auch immer unsere Biathletinnen den Journalisten in Interviews erzählen, Vertrauen haben sie in Pichler keines. Ich vermute, dass sich der Präsident des russischen Biathlon-Verbandes, Michael Prochorow, noch vor den Olympischen Spielen schmerzlos von Pichler trennen wird", sagte Tichonow im Gespräch mit der Zeitung Rossijskaja Gaseta.

Der Ruhpoldinger Wolfgang Pichler, der zuvor die schwedische Mannschaft mit viel Erfolg geführt hatte, hatte mit seinem neuen Team wie schon ein Jahr zuvor in Ruhpolding auch bei den Weltmeisterschaften 2013 in Nove Mesto keinen Titel gewonnen. "Ich bin es nicht gewohnt, zwischen dem Damen- und Herrenteam zu unterscheiden; bei uns gibt es nur ein gemeinsames Team. Und die Note, die ich diesem Team geben würde, ist 'ungenügend', sagte Tichonow.

Der 66 Jahre alte Tichonow war einer der erfolgreichsten Biathleten der Geschichte. Später machte er wegen seiner angeblichen Verwicklung in einen Mordanschlag Schlagzeilen. Er wurde für schuldig befunden und zu drei Jahren Haft verurteilt, unmittelbar danach aber amnestiert.

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