Wintersport

Pechstein gewinnt Fernduell mit Beckert

SID
Claudia Pechstein warf Stephanie Beckert nach der Teamverfolgung Arbeitsverweigerung vor
© getty

Claudia Pechstein hat beim Weltcup-Finale in Heerenveen das Fernduell gegen ihre Rivalin Stephanie Beckert für sich entschieden. Mit ihrer Attacke gegen Beckert sorgte sie zuvor für Unmut.

Im 3000-m-Rennen verpasste die 41 Jahre alte Pechstein zwar als Vierte das Podest knapp, war in 4:05,82 Minuten aber deutlich schneller als Beckert. Die Erfurterin lief in 4:09,92 Minuten lediglich auf Rang zwölf.

"Ich bin sehr zufrieden damit. Dass es nicht aufs Podest gereicht hat, ist mir egal. Das Ergebnis ist super", sagte Pechstein. Der Sieg ging an die zweimalige Olympiasiegerin Ireen Wüst (Niederlande), die in 3:58,68 Minuten ihren sechs Jahre alten Bahnrekord verbesserte und gleichzeitig als erste Athletin über diese Distanz auf einer Tieflandbahn unter vier Minuten blieb.

Pechstein hatte Beckert nach dem schwachen Rennen in der Teamverfolgung am Freitag "Arbeitsverweigerung" vorgeworfen und eine öffentliche Entschuldigung gefordert.

Am Samstag nahm die fünfmalige Olympiasiegerin ihre Kritik nicht zurück. "Die Zeit war indiskutabel. Ich bin mit den Auftritten von Stephanie im Training nicht zufrieden. Ich glaube nicht, dass der Fehler bei mir liegt", sagte Pechstein.

Unmut im deutschen Team

Die Attacke hat im deutschen Team für reichlich Unmut gesorgt. "Wir haben es analysiert und werden mit den Trainern intern weiter diskutieren. Wir sind in einer Evaluierungsphase", sagte Teamleader Helge Jasch, der Konsequenzen für Pechstein nicht kommentieren wollte.

"Wir werden die Ergebnisse der Gespräche erst nach dem Weltcup bekannt geben. Dass wir eine schlechte Zeit hatten, steht außer Frage." Pechstein und Beckert, die gemeinsam mit Anni Friesinger, Daniela Anschütz-Thoms und Katrin Mattscherodt in Vancouver 2010 Team-Olympiasiegerin geworden war, waren in der Vergangenheit bereits mehrfach aneinandergeraten.

Weitere deutschen Athleten zeigten sich verwundert über Pechsteins Äußerungen. "Es ist nicht geschickt, so etwas auf Facebook zu setzen. Aber das müssen Claudia und Stephanie selbst untereinander klären", sagte Monique Angermüller: "Ich glaube nicht, dass jemand in unseren Leistungsregionen so etwas macht. Keiner treibt solche Spielchen."

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