Sonntag, 06.01.2013

Freund erlebt Debakel

Schlierenzauer gewinnt 61. Vierschanzentournee

Gregor Schlierenzauer hat die 61. Vierschanzentournee gewonnen und Österreich den historischen fünften Gesamtsieg in Folge beschert. Der Tiroler verteidigt somit seinen Titel aus dem Vorjahr.

Gregor Schlierenzauer beschert Österreich den fünften Tournee-Gesamtsieg in Folge
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Gregor Schlierenzauer beschert Österreich den fünften Tournee-Gesamtsieg in Folge

Schlierenzauer sicherte sich den Triumph beim Spektakel rund um den Jahreswechsel einen Tag vor seinem 23. Geburtstag mit dem Sieg beim Abschlussspringen in Bischofshofen und verteidigte seinen Titel als erster Springer seit 26 Jahren erfolgreich.

Der Norweger Anders Jacobsen, Sieger in Oberstdorf sowie Garmisch-Partenkirchen, wurde Gesamtzweiter. Rang drei ging an seinen Landsmann Tom Hilde.

Einen rabenschwarzen Tag im Dauerregen erlebte Severin Freund, der nach einem schwachen Sprung auf 126,0 Meter als 33. überraschend den zweiten Durchgang verpasste. Damit verspielte der 24-Jährige aus Rastbüchl die Chance auf den ersehnten Podestplatz in der Gesamtwertung und stürzte auf Rang 13 ab.

"Es ist sehr bitter. Ich hätte nicht gedacht, dass mir so ein Fehler hier passiert", sagte Freund: "Ich will meine Lehren daraus ziehen und bald wieder besser weitermachen."

Neumayer bester Deutscher

Freund war nach einer guten Tournee, bei der zum Auftakt Rand drei in Oberstdorf belegt hatte, als Vierter zum letzten Springen nach Österreich gereist und hatte vor dem Wettkampf nur 1,2 Punkte Rückstand auf den drittplatzierten Norweger Hilde.

"Er wollte es erzwingen und nicht erspringen", kritisierte Bundestrainer Werner Schuster: "Er kam im Flug nicht auf die richtige Höhe und ist ziemlich unlocker gesprungen. Das ist schade für ihn."

Bester Deutscher vor 20.000 Zuschauern auf der Paul-Außerleitner-Schanze wurde Michael Neumayer (Berchtesgaden) auf Platz acht, der es auch als bester DSV-Adler auf Rang sechs in der Gesamtwertung schaffte.

Dominanz geht weiter

Richard Freitag (Aue) schaffte es auf Rang zwölf. Youngster Andreas Wellinger verspielte seine Chance auf eine vordere Platzierung durch einen Sturz im ersten Durchgang und landete so nur auf Rang 19. Andreas Wank (Oberhof) wurde 21., Altmeister Martin Schmitt (Furtwangen) beendete das letzte Springen auf Platz 24.

Platz zwei in Bischofshofen sicherte sich Jacobsen vor dem österreichischen Youngster Stefan Kraft.

Bereits in den vergangenen vier Jahren machten die Austria-Adler den Gesamtsieg unter sich aus. Wolfgang Loitzl (2009), Andreas Kofler (2010) und Thomas Morgenstern (2011) hatten vor Schlierenzauer (2012) triumphiert.

Die Tournee-Gesamtwertung im Überblick

Vierschanzentournee: Die Sieger seit 2001/2002
2013/14: Thomas Diethart (Österreich), der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2013/14: Thomas Diethart (Österreich), der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich), der Dominator wiederholt seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich), der Dominator wiederholt seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich), der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich), der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich), der derzeit erfolgreichste Medaillengewinner Österreichs, gewann in Oberstdorf und Innsbruck
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich), der derzeit erfolgreichste Medaillengewinner Österreichs, gewann in Oberstdorf und Innsbruck
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich) reichte für den Tourneesieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest. Erstaunlich!
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich) reichte für den Tourneesieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest. Erstaunlich!
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich) dominierte mit drei Siegen die Vierschanzentournee 2008/09
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich) dominierte mit drei Siegen die Vierschanzentournee 2008/09
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland) holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland) holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen) gewinnt die Tournee nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen) gewinnt die Tournee nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien) hatten beide nach vier Springen 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland) knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete er nur auf Platz zwei
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen) kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland) reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland) gewann als bislang einziger Springer überhaupt alle vier Springen. Der Rekord hält immer noch
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