Ski-Rennläuferin gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt

Sport hilft Vonn im Kampf gegen die Depression

SID
Sonntag, 13.01.2013 | 12:44 Uhr
Lindsey Vonn gab am Rande der Weltcup Rennen in St. Anton Einblick in ihre Gefühlswelt
© Getty
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Ski-Rennläuferin Lindsey Vonn hat am Rande der Weltcup-Rennen im österreichischen St. Anton Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben. Vonn, die am Wochenende nach einer vierwöchigen Pause wieder an den Start ging, berichtete unter anderem, dass ihr Skifahren im Kampf gegen ihre Depressionen helfe.

"Es ist der Sport", sagte sie in einem Interview der Neuen Zürcher Zeitung, "der mir die Kraft gibt, jeden Tag aus dem Bett zu kommen. Ich hätte wohl sehr viel mehr Schwierigkeiten gehabt in meinem Leben, wenn ich das Skifahren nicht gehabt hätte."

Mitte Dezember hatte Vonn in einem schon lange zuvor geführten Interview mit dem US-Magazin People erstmals über ihre Depressionen gesprochen, wenige Tage später hatte sie sich dann zu einer Pause im Weltcup entschlossen. "Es war sehr schwierig, weil ich in den Medien nicht über mein ganzes Privatleben reden will", sagte Vonn jetzt in der NZZ. "Aber es war auch wichtig. Für mich ging es darum, im Buch meines Lebens eine Seite umzuschlagen. Jetzt ist alles öffentlich, und es ist Gewicht weg von meinen Schultern." Zudem habe sie viel Zuspruch für ihre öffentliche Beichte erhalten.

"Depression ist ein Stigma"

Ehe sie über ihre Krankheit gesprochen habe, habe sie oft das Gefühl gehabt, etwas verstecken zu müssen, sagte Vonn. "Ja, ich bin ein glücklicher Mensch, aber nicht immer. Depression ist ein Stigma. Aber ich wollte, dass die Fans das wissen", erklärte sie, "man kann erfolgreich sein, auch wenn nicht immer alles rosarot ist." Wichtig für sie seien im Kampf gegen die Depressionen neben Skifahren "auf eine bizarre Art auch die Auftritte auf dem roten Teppich. Ausgehen, Leute treffen, Spaß haben und gut aussehen - diese Dinge helfen mir, die anderen Seiten des Lebens zu sehen."

Die vierwöchige Pause nahm Vonn wegen ihrer Magenprobleme. "Ich war leer", sagte sie. Im November war sie wegen der Beschwerden für eine knappe Woche in einem Krankenhaus in Vail/Colorado behandelt worden, "das hat mich viel Substanz gekostet". Vonn hatte zunächst noch vier Rennen gewonnen, dann aber gespürt: "Es geht nicht mehr, ich brauche Kraft. Wenn ich verletzt bin, kämpfe ich mich durch. Aber wie willst du kämpfen, wenn du nicht die Mittel dazu hast? Ich musste auf meinen Körper hören."

Habe "ein ganz neues Leben"

Bezugnehmend auf ihre Scheidung von Thomas Vonn betonte die viermalige Gesamtweltcupsiegerin, sie wolle heute selbst über ihr Leben bestimmen. "Sicher höre ich immer noch auf die Leute, die mir nahestehen. Aber die Entscheidungen treffe ich. Früher war das nicht der Fall. Das ist für mich ein ganz neues Leben, im Sport, privat, überall. Ich bin froh, dass ich nun die Kontrolle habe." Wichtig sei auch gewesen, dass sie sich nach zehn Jahren nun wieder ihrem Vater annähere. "Wir hatten eine sehr schwierige Zeit. Jetzt müssen wir alles neu aufbauen. Aber es tut gut, Kontakt zu ihm zu haben."

Im Weltcup ist Vonn mitllerweile mit ihrer Schwester Laura unterwegs. "Laura ist immer glücklich, immer positiv. Das hilft mir. Ohne sie wäre ich immer allein unterwegs, und das ist wirklich hart. Jetzt bin ich der Chef, aber sie unterstützt mich. Und das ist viel besser. Sie bringt ein Lachen in den Weltcup."

Ski alpin: Der Wettkampf-Kalender in der Übersicht

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