Lindsey Vonn macht Tripple perfekt

Höfl-Riesch verpasst Podest im Super-G

SID
Sonntag, 02.12.2012 | 20:29 Uhr
Für Maria Höfl-Riesch reichte es beim Super-G von Lake Louis auch nicht für einen Podestplatz
© Getty
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Knapp entging Lindsey Vonn dem Abfahrts-Fangnetz, war aber dennoch nicht aufzuhalten. Im Super-G feierte der US-Alpinstar dann sogar das Speed-Triple von Lake Louise. Mit dem 56. Weltcup-Sieg jagt sie die ewige Bestmarke. Maria Höfl-Riesch verpasste erneut das Podest.

Auf ihren "abenteuerlichen Rodeoritt" ließ Rekordjägerin Lindsey Vonn die nächste Speed-Demonstration folgen. Nach dem Abfahrtssieg trotz eines Riesen-Patzers feierte der US-Alpinstar im Super-G den siebten Erfolg in Serie in Lake Louise. Nun nimmt sie Anlauf auf den Titel der erfolgreichsten Athletin der Weltcup-Geschichte. Für die Abfahrts-Sechste Maria Höfl-Riesch erfüllte sich die Hoffnung auf den dritten Podestplatz ihres Winters auch im Super-G als Fünfte nicht.

"Das war nicht leicht", sagte Vonn, die nach dem Erreichen ihres 100. Podiumrangs erschöpft in der Box der Führenden saß. "Im Super-G ist es immer schwieriger für mich. Das war kein perfekter Lauf, aber ich habe wie gestern die Geschwindigkeit vom Steilhang bis ins Ziel mitgenommen."

Mit dem 56. Weltcup-Sieg ihrer Karriere ließ sie die Schweizerin Vreni Schneider hinter sich und liegt nur noch sechs Erfolge hinter der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll. "Sie hält den Rekord seit 30 Jahren, ich hätte nie gedacht, dass ich mich dem nähern kann", meinte Vonn.

Höfl-Riesch fehlt Schwung

Bestmarken sind für Höfl-Riesch derzeit nicht zu erreichen. Im Super-G fehlte der allerletzte Schwung, und auch in der Abfahrts-Lotterie hatte das gesamte deutsche Speed-Team kein Fortune. "Es ist ein solides Resultat, natürlich nicht das, was ich mir erhofft oder erwartet habe, aber ganz okay", bewertete die Doppel-Olympiasiegerin ihre Fahrt bei "ein bisserl Nebel" und zeigte sich als faire Sportlerin.

"Es war schwierig, ein reguläres Rennen zu fahren, aber man kann nicht immer, wenn es drei Flocken schneit, ein Rennen absagen. Manchmal hat man ein bisschen mehr Pech, manchmal aber auch mehr Glück, deswegen hadere ich nicht damit."

Bei ebenfalls widrigen Verhältnissen blieb Viktoria Rebensburg in der Abfahrt als 23. hinter ihren Erwartungen, durfte aber mit Rang zwölf im Super-G zufrieden sein. Gina Stechert sammelte am Sonntag als 34. zwar keine Punkte, schaffte bei ihrem Comeback in der Schussfahrt mit Platz 15 aber bereits frühzeitig die Qualifikation für die WM in Februar in Schladming. "Ich hab schon noch ganz schöne Reserven. Wenn die Sicht dann besser ist, kann ich bestimmt zeigen, was ich noch drauf habe", meinte die Schwester von Tobias Stechert, der sich in Beaver Creek schwer am Knie verletzt hatte.

Fast ins Fangnetz

Den Zusammenstoß mit dem Abfahrts-Fangnetz hatte Vonn in der Nebelsuppe von Kanada nur mit Mühe verhindert. Auch ihr Ausflug in der Fishnet-Kurve konnte das zweite Triple in "Lake Lindsey" nicht verhindern - obwohl sie wegen eines Querstehers fast das komplette Tempo verloren hatte.

"Wenn man sagt, man wolle gegen die Männer fahren, muss man die Rennen bei den Frauen gewinnen", meinte die viermalige Gesamtweltcupsiegerin mit Blick auf ihren Wunsch, einmal in der Abfahrt gegen Männer anzutreten.

Bei den Übersee-Rennen der Damen zog die 28-Jährige traditionell nicht nur auf der Strecke alle Aufmerksamkeit auf sich. Mit einem Lächeln äußerte sie sich zu einem Zeitungsartikel, in der ihr eine Beziehung zu Golf-Star Tiger Woods nachgesagt wurde. "Er ist ein Freund von mir", meinte Vonn, die von Ehemann Thomas getrennt ist. "Mein Bruder war Skilehrer seiner zwei Kinder."

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