Tops und Flops vom Wochenende

Nehmt euch in Acht vor Lindsey Vonn, Männer!

Von Michael Stadtler
Montag, 03.12.2012 | 18:29 Uhr
Optischer Hingucker: Ob sich die Männer auch in Zukunft so nahe an Lindsey Vonn heranwagen?
© Getty
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Lindsey Vonn ist zurück - und wie! Die US-Amerikanerin dominiert den Frauen-Ski-Zirkus in "Lake Lindsey" nach Belieben und drängt darauf, sich endlich auf der Piste mit den Männern messen zu dürfen. Außerdem: Die deutsche Ski-Adler fliegen wieder, Magdalena Neuner hat ihre Zielgenauigkeit endgültig verloren und Tobias Stechert hat Glück im Unglück.

Tops

Drei Siege in drei Tagen: Vielleicht sollte die FIS Lindsey Vonn doch endlich mal bei den Männern mitfahren lassen. So richtig gefordert scheint sie im Damen-Weltcup nicht mehr zu sein. In Lake Louis gewann die US-Amerikanerin wie schon bereits im Vorjahr innerhalb von drei Tagen alle drei Ski-Weltcuprennen. Nach zwei Abfahrtssiegen kam am Sonntag auch noch der Triumph im Super-G dazu. Wenigsten kann Tina Maze der 28-jährigen Vonn noch ein Stück weit Paroli bieten. Sie fuhr am Tag des Herrn auf Rang vier und bleibt dadurch weiter Führende im Gesamtweltcup. Vonn nähert sich ihrerseits im Eiltempo dem ewigen Weltcup-Rekord an. In "Lake Lindsey" landete sie ihre Siege 54, 55 und 56, wodurch ihr nur noch sechs erste Plätze auf die führende Österreicherin Annemarie Moser-Pröll fehlen. Macht die US-Amerikanerin so weiter, dann kann sie ja in drei Wochen ganz beruhigt mit dem Rekord in der Tasche in den Männer-Weltcup einsteigen.

Wir sind wieder wer: Wer hätte das vor der Saison gedacht? Severin Freund gewinnt zwei von drei Einzelspringen und trägt das gelbe Trikot des Gesamtweltcupführers. Der Münchner erlebte die beste und erfolgreichste Woche seiner Karriere und ist sich schon jetzt sicher: "Das wird mein Winter. Zwei Siege in so kurzer Zeit sind Euphorie pur." Dabei sah es vor der Saison nicht wirklich gut aus für den 24-Jährigen. Im Mai wurde Freund ausgetretenes Gewebe an der Bandscheibe entfernt, was eine schwierige Saisonvorbereitung zur Folge hatte. "Ich bin athletisch noch nicht da, wo ich hinwollte." Wenn er damit sagen will, dass er bald noch besser sein wird, werden wir uns sicher nicht dagegen sträuben. In Kuusamo, nahe des Polarkreises war der deutsche Jubel aber auch schon am Freitag schier grenzenlos: Nach 1027 Tagen triumphierten die deutschen Ski-Adler wieder in einem Teamwettbewerb. Dabei glänzte besonders Nachwuchsspringer Andreas Wellinger, der im Einzel gleich noch seinen zweiten fünften Platz in dieser Saison hinterherschob. Es macht endlich wieder richtig Spaß, die deutschen Adler fliegen zu sehen!

Ein perfektes Heimspiel: Welche Assoziation kommt einem bei den Schlagwörtern "Wintersport" und "Galavorstellung" als erstes in den Sinn? Natürlich die deutschen Rodler! Am Wochenende feierten diese am Königssee ein perfektes Heimspiel. Natalie Geisenberger? Platz eins! Tobias Wendl und Tobias Arlt? Platz eins! Felix Loch? Okay, der fuhr nur auf Platz zwei. Dies lag allerdings daran, dass mit Andi Langenhan ein anderer Deutscher ganz oben auf dem Treppchen stand. Der gebürtige Suhler fuhr am Königssee seinen sechsten Weltcup-Erfolg ein und jubelte anschließend: "Ich bin megastolz, Felix hier zu Hause zu schlagen. Da freue ich mich wie ein Schneekönig." David Möller machte übrigens mit einer ebenfalls nahezu perfekten Fahrt den deutschen Dreifacherfolg perfekt. Bereits eine Woche zuvor hatten die deutschen Kufen-Asse alle möglichen Siege beim Saisonstart im österreichischen Igls eingefahren. So kann's weitergehen!

Flops

Verflixt und zugenäht: Noch vor einer Woche freute sich Tobias Stechert in beschtem Allgäuerisch nach einer Daumen-OP über seinen sensationellen fünften Platz bei der Abfahrt in Lake Louis: "Für mi isch des brudal, ja scho Wahnsinn." Und dann das: Der Oberstdorfer fasst sich bei der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek während der Fahrt an das linke Bein und bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht im Schnee liegen. Immerhin hatte der 27-Jährige noch Glück im Unglück. Entgegen der Befürchtungen, er habe sich einen Kreuzbandriss zugezogen, wurde "nur" ein Anriss des Außenbandes, eine Prellung des Fibulaköpfchens und eine leichte Knorpelverletzung diagnostiziert. "Immer wenn wir gerade dran wären, richtig den Anschluss zur Weltspitze zu schaffen, passieren uns diese Unfälle", haderte Wolfgang Maier mit dem Schicksal der leidgeprüften deutschen Abfahrer. Was der Alpin-Direktor bei dieser Aussage noch gar nicht wusste: Am Samstag stürzten mit Stephan Keppler und Josef Ferstl noch zwei weitere DSV-Athleten im Super-G. Immerhin kamen beide glimpflich und ohne größere Verletzungen davon. Wir wünschen unseren deutschen Athleten an dieser Stelle gute Besserung und eine schnelle Genesung!

Tu dir selbst einen Gefallen: Der ehemalige Weltklasse-Springer Martin Schmitt erwägt ein baldiges Ende seiner Skisprung-Karriere. Der viermalige Weltmeister macht dies von der Berufung in den A-Kader bei der Vierschanzentournee abhängig. "Wenn ich die Tournee nicht zu Ende fahren kann und ich sehe, dass ich weit weg von der Spitze bin, muss ich mir Gedanken machen. Ich muss mir dann überlegen, ob es noch Sinn macht", sagte der 34-Jährige, der sich im Moment mit der B-Nationalmannschaft auf eine Reise in die Skisprung-Hochburg Kasachstan vorbereitet. Die "Bild" berichtet schon vom "Schmitt-Ultimatum" und wir steigen voll drauf ein. Wird Schmitt rechtzeitig fit für die Tournee? Kann er wieder um den Sieg mitspringen? Vielleicht sollte er sich aber auch einfach selbst einen Gefallen tun und seine Skier an den Nagel hängen.

Mensch, Lena: In der "ZDF"-Show "Menschen 2012" griff unsere ehemalige Biathlon-Gold-Lena noch einmal zum Gewehr. Bei ihren fünf Schüssen auf die grauen Metall-Tierchen traf Neuner aber kein einziges Mal und bekam sogar Tipps von Moderator Markus Lanz. Immerhin nahm's die Wallgauerin sportlich. "Deswegen hab ich ja damit abgeschlossen, es macht keinen Sinn mehr", witzelte die 25-Jährige. Auch wenn wir Lena mit ihrem wieder einmal sehr sympathischen Auftritt ja am liebsten zu den "Tops" genommen hätten, zählt am Ende natürlich nur die sportliche Leistung.

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