Dienstag, 01.01.2013

Vierschanzentournee: Qualifikation in Innsbruck

Harte Brocken für die DSV-Adler

Alle sechs deutschen Skispringer haben die Qualifikation für das dritte Springen der 61. Vierschanzentournee am Freitag in Innsbruck (14.00 Uhr im LIVE-TICKER) geschafft. Erneut nicht in Bestform präsentierte sich Severin Freund: Der Fünfte der Gesamtwertung landete am Bergisel mit einem Flug auf 117,5 Meter nur auf dem 21. Rang. Derweil setzten die Topstars der 61. Vierschanzentournee, Gregor Schlierenzauer und Anders Jacobsen, ihr Privatduell fort.

Ab ins rot-weiß-rote Fahnenmeer: 2012 landete Gregor Schlierenzauer in Innsbruck auf Rang 2
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Ab ins rot-weiß-rote Fahnenmeer: 2012 landete Gregor Schlierenzauer in Innsbruck auf Rang 2

Knapp die Nase vorn hatte dabei Lokalmatador Schlierenzauer, der den besten Sprung des Tages zeigte und einen Rang vor seinem Rivalen aus Norwegen landete.

Freund musste seinen Flug nach 117,5 Metern abbrechen, zuvor hatte der Fünfte der Gesamtwertung schon im Training enttäuscht. "Das hier ist eine Schanze, die ich noch nicht ganz begriffen habe", sagte Freund.

Trend

Wer gewinnt die 61. Vierschanzentournee?

Severin Freund und Co. müssen auf den ersten Einsatz warten
Anders Jacobsen
Gregor Schlierenzauer
Severin Freund
Dimitry Vassiliev
Kamil Stoch
ein anderer Springer

"Severin bringt im Moment keinen Druck zustande. Er muss einfach besser springen. Er sucht noch den Weg, auf Höhe zu kommen", stellte Bundestrainer Werner Schuster fest. Entscheidend sei am Ende aber der Wettkampf. "Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren", sagte der Österreicher in seiner ehemaligen Wahlheimat Innsbruck.

Alle sechs DSV-Adler dabei

Freuen durfte sich Schuster über eine geschlossene Teamleistung, alle sechs DSV-Adler sind am Freitag dabei. Bester Deutscher war Richard Freitag (Aue), der auf 124,0 Meter kam und mit 118,6 Punkten Rang sieben belegte. "Ich bin zufrieden, weil mein Sprung besser ist, mehr Richtung hat. Daran kann ich arbeiten", sagte Freitag, der bei der Tournee bislang hinter den Erwartungen blieb.

Michael Neumayer (Berchtesgaden/112,9 Punkte) und Altmeister Martin Schmitt (Furtwangen/101,6) folgten auf den Plätzen 15 und 38, Andreas Wellinger (Ruhpolding/101,3) und Andreas Wank (Oberhof/101,2) auf den Rängen 40 und 41. "Ich bin nicht ins Fliegen gekommen", sagte Schmitt, der überraschend den Sprung in das nur noch sechsköpfige deutsche Team geschafft hatte: "Ich habe mich schon im Training etwas schwer getan, jetzt hatte ich einen kleinen Wackler am Vorbau. Das will ich morgen abstellen."

Schlierenzauer vs. Jacobsen

Im Duell der Topfavoriten hatte Schlierenzauer knapp die Nase vorn: Der Lokalmatador flog auf seiner Heimschanze auf 123,5 Meter und lag vor dem Gesamtführenden Jacobsen. Der Norweger, der bei der Tournee vom Grand Slam mit Siegen auf allen vier Schanzen träumt, sprang zwar mit 125,5 Metern etwas weiter als der Österreicher, Schlierenzauer bekam wegen des verkürzten Anlaufs aber Bonuspunkte.

"Wir haben gezeigt, dass wir die zwei Favoriten sind. Aber der Weg ist noch lang. Ich möchte jetzt auf meiner Heimschanze Gas geben", sagte Schlierenzauer, der in der Gesamtwertung 12,5 Punkte Rückstand auf Jacobsen hat. "Es ist auffallend, dass die Norweger geschlossen stark sind und einer auch mit einem schlechten Sprung sehr weit springt. Für mich ist es wichtig, richtig geile Sprünge zu zeigen und die Stimmung zu genießen", so Schlierenzauer.

Der 27 Jahre alte Jacobsen, der auch bei den Buchmachern inzwischen Favorit auf den Gesamtsieg ist, lenkte derweil von der Diskussion um seinen angeblichen Wunderschuh ab. "Meine gute Form liegt bestimmt nicht nur an meinen Schuhen. Ich habe derzeit einfach einen guten Rhythmus", sagte der Führende der Gesamtwertung, der sich auch für den Wettkampf viel ausrechnet: "Ich mag den Bergisel. Das Stadion, die Fans, die Schanze, das ist einfach genial."

Die wichtigsten K.o.-Duelle für Innsbruck

Severin Freund (Rastbüchl) - Dawid Kubacki (Polen)

Richard Freitag (Aue) - Stefan Hula (Polen)

Martin Schmitt (Furtwangen) - Vladimir Zografski (Bulgarien)

Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Thomas Morgenstern (Österreich)

Andreas Wank (Oberhof) - Anders Bardal (Norwegen)

Michael Neumayer (Berchtesgaden) - Roman Koudelka (Tschechien)

Kamil Stoch (Polen) - Dimitry Vassiliev (Russland)

Gregor Schlierenzauer (Österreich) - David Unterberger (Österreich)

Tournee: Die Gesamtwertung

Vierschanzentournee: Die Sieger seit 2001/2002
2013/14: Thomas Diethart (Österreich), der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich), der Dominator wiederholt seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich), der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich), der derzeit erfolgreichste Medaillengewinner Österreichs, gewann in Oberstdorf und Innsbruck
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich) reichte für den Tourneesieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest. Erstaunlich!
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich) dominierte mit drei Siegen die Vierschanzentournee 2008/09
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland) holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen) gewinnt die Tournee nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien) hatten beide nach vier Springen 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland) knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete er nur auf Platz zwei
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen) kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland) reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland) gewann als bislang einziger Springer überhaupt alle vier Springen. Der Rekord hält immer noch
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