Suche nach Neuner-Nachfolge bringt Zoff im DSV

Verband will Langläuferinnen umschulen

SID
Donnerstag, 08.03.2012 | 12:53 Uhr
Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle will in der nächsten Saison im Biathlon starten
© Getty
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Die Suche nach der Nachfolgerin von Magdalena Neuner sorgt für Zoff im Deutschen Skiverband (DSV). Weil Doppel-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle in den Biathlon wechseln will und die acht talentiertesten deutschen Skilangläuferinnen eine offizielle Einladung zu einer Schießprüfung im April erhielten, wird zwischen den beiden Sparten verbal scharf geschossen.

"Das ist Aktionismus und ein bisschen konzeptlos", schimpft Peter Schlickenrieder. Der Skilanglauf-Olympiazweite von 2002 ist ARD-Experte bei den Loipenspezialisten, aber auch Vizepräsident des DSV. Und greift mit diesen Aussagen direkt seinen Sportdirektor Thomas Pfüller an.

Dessen Idee ist die Umschulung von Skilangläuferinnen für den Biathlon. Der Grund: Nach dem bevorstehenden Rücktritt von Neuner droht ein Leistungsloch in der Boomsportart, die dem DSV die meisten Fans, Einschaltquoten und Millionen einbringt.

"Wenn ich zwischen den Sportarten abwägen muss, haben wir im Biathlon eine Riesentradition und die Sponsoren hinter uns. Man braucht sich doch bloß hier in Ruhpolding umzuschauen - wir haben auch eine Verpflichtung vor den Zuschauern", sagte Pfüller am Rande der Biathlon-WM in Ruhpolding.

"Biathlon ist die Nummer eins im Wintersport"

Biathlon-Cheftrainer Uwe Müssiggang schlägt in die gleiche Kerbe und greift die Skilanglauf-Sparte scharf an. "Einige haben die Situation noch nicht begriffen. Biathlon ist die Nummer eins im Wintersport und für den DSV extrem wichtig", sagt der Coach im Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur dapd: "Auch die Langlauf-Trainer profitieren davon, wenn der Biathlon stark ist."

Deshalb wurden die größten Langlauf-Hoffnungen wie die frisch gekrönte Nachwuchs-Weltmeisterin Hanna Kolb (20), Denise Herrmann (23) oder Lucia Anger eingeladen (21), doch mal einen Versuch mit der Waffe zu machen. "Ob sie antreten oder nicht, ist ihnen überlassen", sagt Müssiggang.

Sachenbacher-Stehle will als Biathletin zu Olympia 2014

Eine, die wegen ihres Alters von 31 Jahren eigentlich gar nicht auf der DSV-Liste steht, hat sich schon entschieden. Evi Sachenbacher-Stehle, Skilanglauf-Olympiasiegerin von 2002 und 2010, übt schon seit Monaten mit der Waffe. Das größte Aushängeschild der Spezialisten will sich im Herbst ihrer Karriere im Biathlon probieren und es zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi schaffen: "Wenn ich nicht daran glauben würde, würde es nicht machen."

Skilanglauf-Bundestrainer Jochen Behle glaubt nicht, dass das spektakuläre Umschulungs-Projekt gelingen kann: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Medaillenkandidaten daraus entstehen. Das wäre ja ein Armutszeugnis für die Biathleten."

Allerdings: Skilangläuferin Kati Wilhelm hat nach ihrem Wechsel zum Biathlon drei Olympiasiege und fünf WM-Titel gewonnen. Und umgekehrt hat es auch schon funktioniert - die Biathletin Miriam Gössner hatte entscheidenden Anteil am Staffel-Silber bei der WM 2009 und Olympia 2010 für die deutschen Skilangläuferinnen.

Sie ist bei der WM die Zimmerkollegin von Magdalena Neuner. Und für die Rekord-Weltmeisterin eigentlich auch die perfekte Nachfolgerin: "ich setzte brutal auf Miri. Sie hat Riesenpotenzial."

Der Zeitplan der Biathlon-WM in Ruhpolding

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