Top-Ergebnis der deutschen Männer über 10.000 Meter

WM-Silber und Bronze für Beckert und Pechstein

SID
Samstag, 24.03.2012 | 19:17 Uhr
Die deutschen Medaillen-Mädels: Stephanie Beckert (l.) und Claudia Pechstein
© Getty
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Mit den erhofften zwei Medaillen über 5.000 Meter haben Stephanie Beckert und Claudia Pechstein einem erfolgreichen deutschen Samstag bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in Heerenveen die Krone aufgesetzt. Die Erfurterin Beckert gewann ihre zweite Silbermedaille, Claudia Pechstein lief wie im Vorjahr zu Bronze.

Nach Platz zwei über 3.000 Meter musste sich Beckert erneut nur der Tschechin Martina Sablikova geschlagen geben, die bereits die 3.000 Meter dominiert hatte. Die Olympiasiegerin sicherte sich in 6:50,46 Minuten ihren fünften Titel in Folge. Die 23-jährige Beckert benötigte sechs Sekunden mehr.

Claudia Pechstein krönte nach einem kontrollierten Rennen ihre erfolgreiche Comeback-Saison mit der avisierten Bronzemedaille (7:04,01). Es war ihr zwölftes Edelmetall bei einer Einzelstrecken-WM. Bente Kraus (Berlin) wurde 13.

"Nach all den Problemen bin ich zufrieden, am Schluss ist mir Luft weggeblieben", sagte Beckert, die im Ziel mit dem Kopf schüttelte, weil sie insgeheim sogar auf Gold gehofft hatte. Pechstein strahlte hingegen: "Wieder eine Medaille, das ist ein Grund, um zufrieden zu sein. Jeder Preis im zweiten Teil meiner Karriere ist eine Zugabe."

Geisreiter: "Das ist ein fettes Ding"

Grund zum Jubeln hatten zuvor auch die deutschen Männer. Mit dem vierten Platz von Moritz Geisreiter und allen drei deutschen Startern unter den Top Ten über die 10.000 Meter feierte die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft das beste Ergebnis seit 2001 auf der langen Distanz. Damals war Frank Dittrich auf Rang vier gelaufen, ein Jahr zuvor hatte er die letzte Bronzemedaille für Deutschland über die 10 Kilometer gewonnen.

"Ein vierter Platz bei einer WM, das ist ein fettes Ding. Moritz Geisreiter wird jetzt nur noch feiern", sagte der Inzeller, der in 13:21,10 Minuten die Medaillenränge nur um achteinhalb Sekunden verpasste. Der Chemnitzer Marco Weber wurde Siebenter, sein Klubkamerad Alexej Baumgärtner Neunter. "Ich weiß nicht, wann es das zuletzt gegeben hat. Ich bin total happy", kommentierte Mehrkampf-Trainer Stephan Gneupel.

Bob de Jong holt Gold

Gold gewann der niederländische Ausnahme-Athlet Bob de Jong in 12:53,91 Minuten. Für ihn war es der fünfte Titel über diese Distanz. Den ersten hatte der 35-Jährige im Jahr 1999 gewonnen. Zweiter wurde sein Landsmann Jorrit Bergsma vor Jonathan Kuck (USA).

Ihr zweites Gold in Heerenveen hatte am Mittag die Kanadierin Christine Nesbitt über 1.000 Meter gewonnen. Nach ihrem Sieg über 1.500 Meter setzte sich die Weltrekordlerin vor Sprint-Weltmeisterin Yu Jing (China) und Margot Boer (Niederlande) durch. Judith Hesse (Erfurt), Gabriele Hirschbichler und Heike Hartmann (beide Inzell) landeten auf den Plätzen 20 bis 22. Die 30-jährige Hartmann beendete nach dem Rennen ihre Karriere.

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