Frühlings-WM dank Brezelsalz nicht in Gefahr

SID
Donnerstag, 01.03.2012 | 14:14 Uhr
Die deutschen Biathlon-Frauen wollen bei der WM groß auftrumpfen
© Getty
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15 Grad im Schatten, strahlender Sonnenschein - es ist auch für die Biathleten T-Shirt-Wetter in Ruhpolding. Dank des Einsatzes von Brezelsalz ist die WM im Chiemgau bis zum 11. März trotz frühlingshafter Temperaturen jedoch gesichert.

"Wir haben ungefähr 110 Kilo auf der Strecke verschüttet. In Ruhpolding wird es in den nächsten Tagen keine Salzbrezeln mehr geben", sagt Wettkampfchef Norbert Baier mit einem Lächeln.

"Der starke Regen in den letzten Tagen hat uns zu schaffen gemacht. Die Strecke war 20 Zentimeter tief total durchgeweicht. Wir haben uns deshalb heute entschieden, mit Salz zu arbeiten, um der Strecke das Wasser zu entziehen." Der sonst in solchen Fällen häufig zur Verwendung kommende Kunstdünger darf in Ruhpolding nicht benutzt werden, da die Strecken im Naturschutzgebiet liegen.

Schnee in Hülle und Fülle

Die WM-Organisatoren bleiben trotzdem gelassen, da es Schnee ohne Ende gibt. "Es besteht keine Gefahr. Wir haben im Vorfeld 90.000 Kubikmeter Schnee produziert.

Etwa 60.000 liegen auf der Strecke, den Rest halten wir in Reserve. Das reicht", sagte OK-Vizepräsident Martin Haßlberger der Nachrichtenagentur "dapd".

Zum Vergleich: Im Dezember hatten die Organisatoren im eine Autostunde entfernten Hochfilzen einen Weltcup mit 7.000 Kubikmeter Schnee gut über die Runden gebracht.

"Unsere Strecke ist durchweg mindestens 70 Zentimeter hoch belegt. Wir haben vor der WM sogar jede Menge Naturschnee mit Lkw aus dem Stadion gefahren, weil wir zu viel hatten", erzählte Haßlberger.

"Das mit der langen Unterwäsche ging nicht mehr"

Auch die Athleten haben sich auf den Wärmeeinbruch eingestellt. Die Devise heißt: Kurze Ärmel statt langer Unterwäsche. "Das mit der langen Unterwäsche ging dann nicht mehr, die Schicht ist wegen der Wärme schon weg. Wir werden wohl in T-Shirts oder kurzen Tops laufen", sagte Miriam Gössner am Auftakttag der Titelkämpfe. Auch die Stirnbänder sind so dünn wie möglich.

Die Rennanzüge sollen allerdings nicht auf die kurzärmlige Variante im Sommerlook zurechtgeschnitten werden. "Wir haben nur zwei Rennanzüge. Und wir müssen dann zum Weltcup-Finale noch nach Sibirien", sagte die Zimmerkollegin von Magdalena Neuner mit einem Grinsen. Dort kann es auch mal minus 30 Grad kalt sein.

Es soll kühler werden

Auch in Ruhpolding soll es in der nächsten Woche kühler werden. Dann sind Regen und Schnee mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt vorhergesagt.

Haßlberger freut sich schon: "Wenn wir den ganzen Schnee nicht brauchen, dann heben wir ihn für den nächsten Winter auf." Der nächste Frühlingseinbruch kommt bestimmt...

Der Biathlon-Kalender 2012

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