Wintersport

DSV-Springer fliegen nur hinterher

SID
Richard Freitag landete in Lahti als bester Deutscher auf Rang 13
© spox

Dem guten Team-Einstand bei der Nordland-Tour der Skispringer am Samstag folgte am Sonntag die Ernüchterung. Nachdem die deutschen Springer im Mannschaftswettbewerb auf Rang zwei geflogen waren, verwehte der Wind im finnischen Lahti am Sonntag alle Chancen auf eine Topplatzierung im Einzel.

Beim Überraschungssieg des Japaners Daiki Ito wurde Richard Freitag als bester Deutscher 13. Der Weltcup-Führende Anders Bardal (Norwegen) kam auf Platz zwei.

"Es ist nun mal eine Freiluftsportart, diesmal ging es zäh. Ich sehe das als gutes Training auf der Kleinschanze, auf der man in der Saison nicht so oft springt", sagte Freitag. Wie bereits der Teamwettbewerb war auch das Einzelspringen aufgrund der Windverhältnisse von der Groß- auf die Normalschanze verlegt worden. Der Mann aus Aue schaffte es mit 87 und 89,5 Metern diesmal aber nicht unter die Top-Ten.

Schlierenzauer hofft noch auf Gesamtsieg

Hinter Ito, der seinen dritten Weltcup-Erfolg einfuhr, arbeite sich Bardal nach einem 96-Meter-Satz im zweiten Durchgang noch vom neunten auf den zweiten Rang vor und konnte damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen.

Vor den letzten vier Einzelspringen der Saison liegt er 84 Punkte vor dem Österreicher Gregor Schlierenzauer, der in Lahti Sechster wurde.

"Ich gratuliere Anders aber noch nicht zum Gesamtsieg. Das wird noch ein spannender Kampf", sagte Schlierenzauer. Sein Landsmann Andreas Kofler hatte in Lahti ebenso Pech mit dem Wind. Er wurde 26., rangiert in der Gesamtwertung aber weiter auf Platz drei.

Freund scheidet nach erstem Durchgang aus

Mächtig enttäuscht verließ Severin Freund die Arena vorzeitig. Bei starkem Wind schied er nach 79,5 Metern als 38. nach dem ersten Durchgang ebenso aus wie Maximilian Mechler. "Ich hatte Rückenwind, dann läuft das System nicht zusammen auf einer kleinen Schanze.

Das Ergebnis entspricht nicht meiner Form. Es gab viele grenzwertige Springen diese Saison, ich muss das abhaken und weitermachen", sagte der Mann aus Rastbüchl. Andreas Wank landete auf Rang 14, Michael Neumayer auf 23.

Wärmende Hausschuhe und Silber im Team als Trost

Am Vortag hatte das deutsche Quartett mit Wank, Mechler, Freund und Freitag noch jubelnd die finnischen Hausschuhe auf dem Podium entgegen genommen. Eine Woche nach dem WM-Silber im Skifliegen durften sie sich erneut über Platz zwei und das wärmende Gastgeschenk freuen. "Das war ein verrücktes Springen. Aber Severin und Richard haben kühlen Kopf bewahrt", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Bei schwierigen Windverhältnissen hatte das deutsche Team 878,1 Punkte gesammelt und damit 14 weniger als Österreich. Dritter wurde Polen mit 877,5 Zählern. "Man hatte keine Ahnung, was für ein Wind einen im Flug erwartet.

Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen und um die Meter zu kämpfen", befand Severin Freund.

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