Magdalena Neuner von A bis Z

Stricken, Eierlikör und ein Hauch von Punk

SID
Samstag, 17.03.2012 | 19:52 Uhr
Magdalena Neuner beendete nach dem dritten Gesamtweltcupsieg ihre Karriere
© Getty
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Magdalena Neuner hat nach dieser Saison ihre herausragende Laufbahn beendet. Aber wer ist die immer fröhliche 25-Jährige eigentlich, was waren die sportlichen Eckpfeiler ihrer Traumkarriere? Das Alphabet einer großen Karriere.

A wie Antholz: Im Südtiroler Antholzertal begann am 3. Februar 2007 die Traumkarriere von Magdalena Neuner. Die damals 19-Jährige gewann mit 2,3 Sekunden Vorsprung gegenüber Olympiasiegerin Anna Carin Olofsson-Zidek aus Schweden den Sprint, später auch noch Jagdrennen und Staffel und trug sich als jüngste Dreifach-Weltmeisterin in die Skijäger-Historie ein.

B wie Biathlon: 16 Jahre lang war der Winter-Boomsport die große Leidenschaft der am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geborenen Bayerin.

C wie Comeback: Die Chancen auf eine Rückkehr in den Weltcup bezeichnete die 25-Jährige zuletzt als "0,0 Prozent." Dennoch hoffen viele Experten auf ein Umdenken. "Sie ist noch so jung, vielleicht kommt sie doch zurück", sagte zum Beispiel Weltverbands-Chef Anders Besseberg.

D wie Domratschewa: Die Weißrussin Darja Domratschewa ist erste Anwärterin auf die Nachfolge von Biathlon-Königin Magdalena Neuner. Die beiden Top-Läuferinnen der letzten Zeit gingen sich im Weltcup zumeist aus dem Weg. "Wir grüßen uns, aber wir unterhalten uns wenig. Man merkt halt schon, dass wir Rivalinnen sind", erzählte Neuner am Rande der Biathlon-WM in Ruhpolding.

E wie Eierlikör: Gerne parlierte Magdalena bei Höhepunkten mit Storys über ein Gläschen Schnaps, wobei die Betonung bei der absolut professionellen Leistungssportlerin immer auf dem Wort "Gläschen" lag. War zunächst immer vom bitteren Bärwurz im Reisegepäck die Rede, so kamen diesmal bei der Heim-WM Alpenkräuter und Eierlikör in ihr Repertoire. Vor dem Staffellauf zu Gold hätte sich das deutsche Quartett bei einem Eierlikör auf den Titel eingeschworen - sagt sie.

F wie Falsche Scheibe: Vor spektakulären Aussetzern war Magdalena Neuner in ihrer Karriere nie gefeit. So vergab sie einmal beim Weltcup in Pokljuka den Sieg durch fünf Fehler beim letzten Schießen, traf in ihrer Abschlusssaison bei der Weltcup-Staffel in Oberhof mit acht Versuchen nur eine Scheibe und eine Woche später in Nove Mesto zwar viermal blitzsauer - aber die falschen Scheiben. Neuner stand auf Bahn 1, schoss aber auf Bahn 2. Ihr Kommentar: "Ich nehme in meinem letzten Jahr auch wirklich alles mit."

G wie Gössner: Trainingspartnerin und Zimmer-Kollegin Miriam Gössner ist die Freundin von Magdalena Neuner. Sie hat das Talent und die Voraussetzungen, ihre Nachfolge anzutreten.

H wie Heimat: Immer wieder betont Lena in Interviews ihre Heimatverbundenheit. Sie kann sich nicht vorstellen, ihren Lebensmittelpunkt weg vom Werdenfelser Land zu legen.

I wie Image: Die Rekord-Weltmeisterin ist vielseitig interessiert und darauf bedacht, sich nicht in ein bestimmtes Image pressen zu lassen. Ihre Werbeverträge reichen von Handarbeit über Versicherungen bis zum Bier.

J wie Junioren-WM: Kurz vor ihrem 17. Geburtstag qualifizierte sich Magdalena Neuner erstmals für eine Junioren-WM und gewann 2004 in Haute Maurienne/Frankreich gleich zweimal Gold und einmal Silber.

K wie Kröll: Heimtrainer Bernhard Kröll formte aus dem extrem ehrgeizigen Biathlon-Talent Magdalena Neuner einen der weltweit größten Wintersport-Stars. In Krölls Gruppe waren die mehrfache Weltmeisterin Martina Glagow-Beck und Miriam Gössner die bekanntesten Weggefährtinnen.

L wie Lächeln: Das Markenzeichen der attraktiven Blondine ist ihr Lächeln, dass sie vermeintlich auch im Wettkampf zeigt. Lena winkt dann immer ab und meint: "Das ist mein Wettkampfgesicht."

M wie Musik: Seit ihrer Kindheit spielt die Musik für sie eine große Rolle. Sie zupft im Familienkreis sehr begabt die Harfe. Vater Paul dirigiert die ortsansässige Blasmusik. Neuner interessiert sich aber auch für Rock und Punk, ein Cousin von ihr spielt in einer Punk-Band.

Seite 2: Von Nachwuchs bis Zukunft

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