Sonntag, 12.02.2012

Björn Kircheisen verpasst Sieg in Almaty, Rießle wird Vierter

Kircheisen und Rießle trotzen dem Smog

In der dicken Luft von Almaty herrschte für Björn Kircheisen und Fabian Rießle eitel Sonnenschein. Unbeeindruckt durch die dichte Smogwolke, die die frühere kasachische Hauptstadt während der Weltcup-Premiere der Nordischen Kombinierer fest umklammerte, fuhr Kircheisen auf Platz zwei und verpasste seinen ersten Saisonsieg nur um wenige Sekunden. Einen Tag später kämpfte sich Fabian Rießle beim erneuten Sieg des Norwegers Mikko Kokslien auf Platz vier.

Björn Kircheisen trotze den schwierigen Bedingungen in Almaty
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Björn Kircheisen trotze den schwierigen Bedingungen in Almaty

"Mikko war einfach eine Klasse besser. Das muss man anerkennen", sagte Kircheisen nach seinem vierten Podestplatz des Winters. Der laufstarke Sachse wurde dabei auch ein wenig von der schlechten Luft in Almaty gebremst: "Den Smog habe ich mehr gespürt, als ich dachte." Nach dem Lauf habe er sogar kleine Rußpartikel gehustet.

Rießle "wahnsinnig zufrieden"

Im zweiten Rennen vermochte es Kircheisen nicht, nach einem mäßigen Sprung noch im Kampf um das Podest einzugreifen und belegte Platz 15. Dafür zeigte der erst 20 Jahre alte Rießle eine starke Leistung und verpasste das Podest nur knapp: "Ich habe mich richtig gut gefühlt und bin wahnsinnig zufrieden."

Immerhin hatte der Youngster aus Breitnau im Schlusssprint keinen Geringeren als Olympiasieger Jason Lamy Chappuis aus Frankreich geschlagen.

Dem Trip nach Zentralasien konnte Rießle einiges abgewinnen. "Es war ganz anders als in Europa. Es war sehr interessant, wie es im tiefen Osten abläuft", sagte Rießle.

So richtig viel lief bei Weltmeister Eric Frenzel an diesem Wochenende nicht zusammen. Nach jeweils sehr guten Sprüngen hatte der 23-Jährige aus Oberwiesenthal beim Skilanglauf arge Probleme. Erst gab Frenzel das Rennen sogar auf, dann reichte es im zweiten Wettbewerb nur zu Platz 18.

Kokslien als Motocross-Spezialist

Während es an der nagelneuen Schanzenanlage nichts zu beanstanden gab, hagelte es bei diesen ersten beiden Weltcup-Rennen von Almaty Kritik nach dem Skilanglauf. Die Strecke war erst kurzfristig präpariert worden, Dreck kam an vielen Stellen der am Rande eines Steinbruchs abgesteckten Piste zum Vorschein und machte den Athleten das Leben schwer.

Außerdem war die Streckenführung sehr gewöhnungsbedürftig. Viele Richtungswechsel ließen keinen Laufrhythmus zu, hinzu kamen unzählige kleine, giftige Anstiege. Der zweifache Sieger Mikko Kokslien verspottete die Piste als Motocross-Strecke - und erwies sich sogar als absoluter Fachmann in dem Gelände.

Die Topverdiener der Skisaison 2010/11
Beide waren im letzten Winter sehr erfolgreich, aber es kann nur eine geben. Lindsey Vonn oder Maria Riesch - wer ist die Preisgeldkönigin?
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Beide waren im letzten Winter sehr erfolgreich, aber es kann nur eine geben. Lindsey Vonn oder Maria Riesch - wer ist die Preisgeldkönigin?
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Platz 5: Die Weltmeisterin in Abfahrt und Super-G darf bei den Topverdienern natürlich nicht fehlen. Elisabeth Görgl hat im vergangenen Winter 137.000 Euro verdient
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Platz 4: Auch die Slowenin Tina Maze fuhr eine ganz starke Saison und wurde dafür mit 180.000 Euro und Platz vier im Preisgeld-Ranking belohnt
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Platz 4: Auch die Slowenin Tina Maze fuhr eine ganz starke Saison und wurde dafür mit 180.000 Euro und Platz vier im Preisgeld-Ranking belohnt
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Platz 3: Die Slalom-Königin des Skiwinters darf bei den Topverdienern nicht fehlen. Marlies Schild gewann die Slalomwertung und verdiente insgesamt 207.700 Euro
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Platz 3: Die Slalom-Königin des Skiwinters darf bei den Topverdienern nicht fehlen. Marlies Schild gewann die Slalomwertung und verdiente insgesamt 207.700 Euro
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Platz 2: Den Gesamtweltcupsieg in der Tasche, beim Preisgeld hat's nicht ganz gereicht. Maria Riesch gewann im letzten Winter 354.000 Euro
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Platz 1: Vom Weltcupfinale war Lindsey Vonn schwer enttäuscht, vielleicht können sie ja ihre Einkünfte von insgesamt 356.500 Euro ein bisschen trösten
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Platz 5: Aksel Lund Svindal hätte auch gern in den Kampf um den Gesamtweltcup eingegriffen - hat nicht ganz geklappt. Dafür entschädigen ihn 115.500 Euro
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Platz 4: Mit 124.500 Euro an Preisgeldern im Gepäck verabschiedet sich Michael Walchhofer in den wohlverdienten Ski-Ruhestand
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Platz 3: Auch bei den Männern liegt der beste Slalomfahrer beim Preisgeld auf Rang drei. Jean Baptiste Grange verdiente 153.000 Euro
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Platz 2: Auch im fortgeschrittenen Ski-Alter kann Didier Cuche noch mit der Weltklasse mithalten. Beleg dafür sind seine Einkünfte von 199.800 Euro
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Platz 1: Bei den Herren ist der Gesamtweltcupsieger auch der Topverdiener. Ivica Kostelic nahm im letzten Winter 325.000 Euro ein
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