Kombination: Kircheisen Zweiter im Val di Fiemme

SID
Freitag, 03.02.2012 | 14:57 Uhr
Björn Kircheisen gab 2001 sein Weltcup-Debüt und hat seitdem 14 Siege eingefahren
© Getty
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Björn Kircheisen ist im zweiten Penalty-Rennen der Geschichte der Nordischen Kombination auf Platz zwei gelaufen. Der frühere Vizeweltmeister aus Johanngeorgenstadt setzte sich auf der WM-Strecke des kommenden Jahres in Tesero im Val di Fiemme im Schlusssprint gegen Mikko Kokslien durch und verwies den Norweger auf Platz drei.

"Das ist eine der schwersten Strecken der Welt, noch dazu in dieser Höhe. Nach der dritten Runde habe ich gemerkt, hier geht heute was und habe angegriffen", sagte der rundum zufriedene Kircheisen nach seinem packenden Sprint gegen Kokslien.

Auf Sieger Lamy Chappuis fehlten im Ziel gut fünf Sekunden. Im Rennen hatte Kircheisen allerdings gleich zweimal in die Strafrunde abbiegen müssen und damit gut 40 Sekunden auf den Franzosen verloren.

Edelmann geht die Luft aus

Youngster Fabian Rießle (Breitnau) belegte direkt vor Johannes Rydzek (Oberstdorf) Platz sechs und sorgte damit einmal mehr für ein erstklassiges Ergebnis. Vize-Weltmeister Tino Edelmann (Zella-Mehlis), der nach dem Springer noch Dritter war, ging in der zehn Kilometer langen Hatz durch das Fleimstal am Ende die Luft aus. Der Thüringer rettete sich allerdings noch auf einen guten elften Platz.

Die Premiere der neuen Wettkampfform, bei der die Athleten im Langlauf über zehn Kilometer je nach der im Skispringen erreichten Weite Strafrunden absolvieren müssen, hatte Weltmeister Eric Frenzel im Dezember in Lillehammer gewonnen.

Durcheinander am Start

Dieses Mal ließ sich Olympiasieger Lamy Chappuis als großer Sieger feiern. Entspannt lächelnd glitt er bei strahlendem Sonnenschein unter dem Jubel der Fans über die Ziellinie, als einige Meter hinter ihm noch die Positionskämpfe in vollem Gange waren. Dabei war ihm auch das Durcheinander am Start zugutegekommen.

Der Österreicher Bernhard Gruber hätte als Sieger des Springens eigentlich mit zehn Sekunden Vorsprung starten sollen. Doch ein Großteil des Feldes folgte Gruber fälschlicherweise sofort - die pflichtbewussten Deutschen waren nicht dabei. "Dadurch war unsere Taktik etwas über den Haufen geworfen", sagte Trainer Ronny Ackermann. In der ersten Runde sei man dadurch nur hinterhergelaufen und habe Kraft verschwendet.

Lamy Chappuis hatte sich nicht zweimal bitten lassen, hielt sich lange in einer sechsköpfigen Spitzengruppe auf und ließ die Konkurrenten das Tempo machen. Erst als Kircheisen und Co. bedrohlich näher kamen, drückte er aufs Tempo. Ackermann war trotz des verpassten Sieges im ersten von drei Rennen im Val di Fiemme zufrieden: "Das Resultat passt. Sowohl von den Einzelnen als auch von der Mannschaft. Unser Training in der Wettkampfpause hat gefruchtet."

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