Deutsche Biathlon-Staffel Zweite in Antholz

Neuner vergibt Sieg im letzten Schießen

SID
Sonntag, 22.01.2012 | 16:33 Uhr
Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
National Rugby League
DoLive
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
DoLive
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles: Tag 3
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles: Tag 4
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
Boodles Challenge
Sa14:00
The Boodles: Tag 5
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles

Magdalena Neuner hat den Weltcup-Sieg beim Massenstartrennen in Antholz beim letzten Schießen vergeben. Nach zuvor drei fehlerfreien Einlagen leistete sich die Doppel-Olympiasiegerin aus Wallgau im Stehendanschlag zwei Fehler und musste sich hinter Siegerin Darja Domratschewa aus Weißrussland und der Slowakin Anastasiya Kuzmina mit Platz drei zufriedengeben. Und: Die deutsche Biathlon-Staffel wird Zweite in Antholz.

Für die Männer und da vor allem für den in diesem Winter wohl endgültig zum Siegläufer aufgestiegenen Andreas Birnbacher lief es deutlich besser. Birnbacher feierte am Samstag in einem spannenden Massenstartrennen bereits seinen dritten Saison-Erfolg. Einen Tag später führte der 30-Jährige aus Schleching die Staffel auf Platz zwei.

"Es wäre perfekt gewesen, ganz oben zu stehen. Aber ich habe zwei Fehler gemacht, und beim Biathlon wird eben erst im Ziel entschieden", sagte Neuner, die ihr Lächeln im Südtiroler Sonnenschein dennoch nicht verlor: "Es hat sonst alles gepasst. Die Fans, das Wetter. Ich musste unterwegs die ganze Zeit schmunzeln und verabschiede mich mit einem guten Gefühl."

Letztes Schießen kostet den Sieg

Mit ihren Schnellfeuereinlagen hatte Neuner das Geschehen am Antholzer See lange bestimmt. Doch Fehler beim ersten und dritten Schuss des letzten Schießens kosteten sie den möglichen 30. Weltcupsieg. Über 30 Sekunden lag die Doppel-Olympiasiegerin aus Wallgau schließlich hinter ihrer siegreichen Dauerrivalin Darja Domratschewa aus Weißrussland. Auch die Slowakin Anastasija Kuzmina rettete noch ein paar Sekunden Vorsprung vor Neuner ins Ziel.

Schon in der Staffel war es für Neuner am Schießstand nicht gut gelaufen. Sechs Fehler leistete sie sich und musste einmal in die Strafrunde. Dennoch übergab sie als Zweite. Dass es dennoch nur zu Platz sechs reichte, lag am völlig verpatzten Schießen von Schlussläuferin Tina Bachmann. Die deutsche Staffel reist damit ohne Podestplatz zur Heim-WM nach Ruhpolding Anfang März.

Peiffer rettet Platz zwei

Die Männer liefen dagegen bei der letzten Staffel vor der WM erstmals in diesem Winter auf das Podest. Trotz eines katastrophalen Stehendschießens und einer Strafrunde von Schlussläufer Arnd Peiffer reichte es hinter Frankreich zu Platz zwei. "Ich war zu aggressiv im letzten Schießen, weil ich läuferisch schon auf dem Zahnfleisch war", sagte Peiffer: "Entweder es klappt oder nicht. Es hat nicht geklappt."

Der überragende Birnbacher hatte das Quartett nach Startläufer Michael Rösch auf Platz eins liegend an Florian Graf übergeben. Am Ende erwiesen sich die Franzosen jedoch als deutlich zu stark. In den beiden bisherigen Rennen in Hochfilzen und Oberhof hatten am Ende die Plätze sechs und vier zu Buche gestanden.

Für Birnbacher wäre es nach seinem Sieg im Massenstart das perfekte Wochenende gewesen. Der Routinier hatte sich in einem Herzschlag-Finale seinen dritten Sieg gesichert. "Ich habe mich darauf besonnen, dass Biathlon das ist, was mir Spaß macht", sagte Birnbacher über seinen Reifeprozess: "Und wenn man gut ist, macht es noch mehr Spaß."

Bundestrainer Uwe Müssiggang bescheinigte seinem Spitzenläufer vor allem eine wichtige persönliche Entwicklung. Früher, sagte Müssiggang, sei Birnbacher ein Sensibelchen gewesen. Er habe unnötige Fehler gemacht. Spätestens seit den Rennen in Antholz ist der Gedanke an Fehler in Birnbachers Kopf endgültig verschwunden.

Der Biathlon-Kalender 2012

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung