Nach Schlappe beim Nachtrennen in Schladming

Dopfer und Neureuther geben sich kämpferisch

SID
Mittwoch, 25.01.2012 | 13:36 Uhr
Felix Neureuther gab sich nach einem enttäuschenden Nacht-Slalom kämpferisch
© Getty
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Der Frust saß tief. Doch schon wenige Stunden nach dem bitteren Nachtslalom im Flutlicht von Schladming sind Fritz Dopfer und Felix Neureuther bereits zur Tagesordnung übergegangen.

Am morgen nach dem Null-Punkte-Weltcup, bei dem die beiden deutschen Skirennfahrer in aussichtsreichen Positionen liegend ausgeschieden waren, trainierten sie am Mittwoch auf der Reiteralm in Österreich.

Besonders für Dopfer dürfte das Überwindung gekostet haben. Der 24-Jährige hätte im Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2013 den größten Erfolg seiner Karriere feiern können. Doch der erste Slalomweltcup-Sieg eines deutschen Skirennfahrers seit fast zwei Jahren blieb aus.

Mit Platz drei im ersten Durchgang und Kurs auf Bestzeit im zweiten Lauf fädelte Dopfer nach einem Fahrfehler ein und ging leer aus. "Das hat mich richtig, richtig geärgert, weil da so viel drin gewesen ist. Aber das verunsichert mich nicht. Ich hake das jetzt ab und dann geht's weiter", sagte Dopfer.

Einspruch abgewiesen

Für den letzten deutschen Sieg in einem Slalom-Weltcup hatte Felix Neureuther am 13. März 2010 in Garmisch Partenkirchen gesorgt. Und auch beim österreichischen Klassiker in Schladming sah es anfangs so aus, als könnte er erneut um den Sieg mitfahren. Zwischenzeitlich lag er im ersten Lauf zwei Zehntelsekunden vor dem späteren Sieger Marcel Hirscher aus Österreich. Doch auch Neureuther fädelte ein und wurde nach dem Durchgang disqualifiziert.

Dabei hatte er das Innentor nur um Zentimeter nicht korrekt passiert. Der Deutsche Skiverband legte sogar Einspruch gegen die Disqualifikation ein, die Rennjury blieb nach Sichtung der Aufzeichnungen allerdings bei ihrer Entscheidung. Dabei hatte sich der zweimalige Weltcup-Sieger so viel vorgenommen. "Ich wollte im zweiten Lauf alles riskieren", sagte der 27-Jährige.

Aussprache mit Kostelic nur schwacher Trost

Für Neureuther war es bereits der dritte Ausfall in den letzten vier Rennen. Vor diesem Hintergrund war die Aussprache mit Ivica Kostelic nur ein schwacher Trost für ihn. Der kroatische Gesamtweltcup-Sieger hatte sich Anfang der Woche bei Hirscher und Neureuther dafür entschuldigt, ihnen bewusste Täuschung unterstellt zu haben.

Nach einem Medienbericht über angebliche Einfädler der beiden beim Weltcup in Zagreb (5. Januar) war darüber diskutiert worden, ob sie nicht hätten disqualifiziert werden müssen. Das internationale Skiverband sprach sie jedoch vor dem Nachtslalom in Schladming von diesem Vorwurf frei.

"Die letzten Tage waren sehr turbulent und extrem", sagte Neureuther. Daher dürfte ihm die kommende Wettkampfpause gelegen kommen. Mit dem Riesenslalom und dem Slalom stehen nächsten Technik-Disziplinen erst wieder am 18. und 19. Februar im bulgarischen Bansko an. Dann will Neureuther wieder angreifen.

Die alpine Ski-Saison im Überblick

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