Loch holt ersten deutschen Sieg seit zehn Jahren

SID
Freitag, 06.01.2012 | 15:00 Uhr
Felix Loch (M.) freut sich über seinen historischen Sieg in Königssee
© Getty
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5. Lauf: Hell

Olympiasieger Felix Loch hat zum ersten Mal ein Weltcup-Rennen auf seiner Heimbahn in Königssee gewonnen und auf der Kunsteisbahn den ersten Sieg der deutschen Rodler seit zehn Jahren gefeiert.

"Das war ein perfekter Tag, es hat alles gepasst", sagte der 22-jährige Berchtesgadener. Mit seinem ersten Platz feierte Loch nicht nur den ersten Weltcup-Erfolg auf seiner Heimatbahn, sondern gleichzeitig den ersten Sieg der deutschen Rodler seit zehn Jahren im bayerischen Schönau.

"Es war an der Zeit, auf dieser Bahn den Sieg einzufahren", sagte auch Trainer Norbert Loch, der mit den weiteren Platzierungen der deutschen Rodler am Freitag ähnlich zufrieden war.

So wurde Johannes Ludwig nach seinem neunten Rang im ersten Lauf dank eines starken zweiten Durchgangs noch Dritter und konnte es kaum fassen. "Das ist einfach geil", sagte der Oberhofer. Der 25-Jährige musste sich neben Loch nur Armin Zöggeler geschlagen geben. Der italienische Rekord-Rodler kam mit zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Loch ins Ziel und erreichte somit seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison. David Möller verpasste dagegen das Podium nach einem schwachen zweiten Lauf und landete auf Platz vier. Ralf Palik und Andi Langenhan belegten die Ränge neun und 19.

Drei deutsche Rodler führen Gesamtwertung an

Nach dem ersten deutschen Sieg am Königssee seit dem Erfolg von Georg Hackl in der Saison 2001/2002 führen weiterhin drei deutsche Rodler in der Gesamtwertung. Loch liegt mit 385 Punkten an der Spitze. Möller und Ludwig folgen mit 285 und 265 Zählern vor dem mehrmaligen Weltmeister und Olympiasieger Zöggeler.

Für den Höhenflug der deutschen Rodler gibt es nach Meinung von Loch eine einfache Erklärung: "Wir haben einen Lauf. Wenn man von Anfang an vorn mit dabei ist, beflügelt das." Dabei spiele vor allem der harte Konkurrenzkampf innerhalb des Teams eine wichtige Rolle: "Wir pushen uns im Training. Jeder will schneller sein als der andere."

Teamstaffel hinter Italien auf Platz zwei

Mit der Teamstaffel verpassten die Deutschen einen krönenden Abschluss des erfolgreichen Weltcup-Tages am Königssee. Mit dem Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt sowie den Olympiasiegern Tatjana Hüfner und Felix Loch fuhr die Staffel am Freitag um 15 Hundertstelsekunden am Sieg vorbei und musste sich Italien geschlagen geben.

Für die Italiener war der Erfolg mit einer Gesamtzeit von 2:51,375 Minuten gleichzeitig auch der erste Podiumsplatz dieser Saison. Den dritten Rang sicherte sich Russland mit vier 41 Hundertstelsekunden Rückstand. Kurz zuvor hatte Felix Loch auf seiner Heimatbahn den ersten deutschen Sieg der Männer seit zehn Jahren gefeiert. Zuletzt war dies Georg Hackl in der Saison 2001/2002 gelungen.

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