Feuz gewinnt Lauberhorn-Abfahrt in Wengen

SID
Samstag, 14.01.2012 | 14:04 Uhr
Beat Feuz sicherte sich bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen den Heimsieg
© Getty
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Beat Feuz hat den Schweizer Zuschauern bei der legendären Lauberhorn-Abfahrt in Wengen den erhofften Heimsieg beschert.

Der 24 Jahre alte Emmentaler hatte am Samstag auf der mit 4.415 Metern längsten Strecke des Weltcups im Ziel 0,44 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Hannes Reichelt. Auf den dritten Platz kam der Südtiroler Christof Innerhofer (0,49 Sekunden zurück).

Die deutschen Fahrer verpassten dagegen eine Platzierung unter den besten 15. Als Schnellster kam Stephan Keppler vom WSV Ebingen ein Jahr nach seinem schweren Sturz am Fuße von Eiger, Mönch und Jungfrau mit 1,68 Sekunden Rückstand auf Rang 17.

"Es gibt definitiv nichts Schöneres, als hier am Lauberhorn vor meinem Heimpublikum zu gewinnen", bekannte Feuz im Ziel. 35.000 Zuschauer waren ins Berner Oberland gekommen, um beim wichtigsten Schweizer Sportereignis des Jahres hautnah dabei zu sein.

Für Feuz war es der dritte Weltcup-Sieg seiner Karriere. Als er nach 2:35,31 Minuten im Ziel war, legte er sich erst einmal - seine Fäuste ballend - in den Schnee. So erschöpft war der Schweizer nach dem Rennen, der den Skifahrern alles abverlangt. "Ich hatte einfach keine Kraft mehr, aber viel besser kann ich die Abfahrt nicht fahren", sagte Feuz.

Keppler verfehlt bessere Platzierung im "Ziel-S"

Keppler dagegen schon. Der Münchner hatte im sogenannten "Ziel-S", bei den letzten beiden engen Kurven, eine Platzierung unter den besten 15 verfehlt. Davor war der 27-Jährige mit seinen Zwischenzeiten unter den besten Zehn gelegen.

"Das ist schade", sagte der Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Wolfgang Maier, "auf den letzten 15 Sekunden hat Stephan ein paar Zehntel eingebüßt. Sein Anspruch muss schon ein Platz unter den 15 sein."

Überhaupt nicht zurechtkamen derweil die beiden anderen deutschen Athleten. Tobias Stechert (Oberstdorf) landete auf Platz 35, Andreas Sander (Ennepetal) musste sich mit Rang 44 begnügen.

Weltcup-Stand: Abfahrt Herren

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