Wintersport

Kober in Telluride auf dem Podium

SID
Amelie Kober ist erfolgreich in die Saison gestartet
© Getty

Amelie Kober ist erstmals seit ihrer Babypause wieder auf ein Weltcup-Podium gefahren. Die Olympia-Zweite von 2006 belegte beim ersten Parallel-Riesenslalom der Saison Platz drei.

Isabella Laböck (Prien) belegte Rang sieben, Anke Karstens (Bischofswiesen) und Selina Jörg (Sonthofen) auf den Plätzen 12 und 13 komplettierten das gute Teamergebnis für den SVD.

Der Tagessieg ging an die Österreicherin Julia Dujmovits, die Kober im Halbfinale denkbar knapp bezwungen hatte. Bei den Männern belegte Patrick Bussler (Aschheim) Rang 15, der dreimalige Weltmeister Benjamin Karl (Österreich) feierte seinen zwölften Weltcup-Sieg.

Snowboard-Mama auf dem Podium

"Bin ich jetzt eigentlich die erste Snowboard-Mama auf dem Podium?", fragte Kober nach ihrem Erfolg im "kleinen Finale" gegen Olympiasiegerin Nicolien Sauerbreij aus den Niederlanden - ohne dass einer der Umstehenden diese Frage spontan beantworten konnte. Kober sagte, sie habe sich nach dem guten Training im Sommer "den ganzen Tag über wohl gefühlt".

Kober war im Herbst 2010 Mutter eines Sohnes geworden. Noch Ende des vorigen Jahres stand sie wieder auf dem Brett, bei der WM belegte sie trotz Trainingsrückstands die Ränge vier und sechs.

Kober gut drauf

"In der Verfassung, in der ich letztes Jahr um diese Zeit herum war, hätte ich ein Rennen mit zehn Läufen nie durchgestanden. Ich bin definitiv besser drauf", sagte Kober nun.

Den Final-Einzug verpasste sie gegen Dujmovits nur hauchdünn. Die beiden Duellantinnen blieben in ihren beiden Läufen zeitgleich, weshalb die bessere Qualifikations-Zeit den Ausschlag für die Österreicherin gab. Dujmovits war als Quali-Zweite 0,44 Sekunden schneller gewesen. "Es war ein geniales Rennen, das hat unheimlich Spaß gemacht", sagte Kober dennoch.

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