WM in Königssee

Machata gewinnt Gold in der "Königsdisziplin"

SID
Sonntag, 27.02.2011 | 16:04 Uhr
Manuel Machata gewann Gold in Königssee im Vierer
© Getty
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Shootingstar Manuel Machata hat bei der Bob-WM mit Gold in der "Königsdisziplin" seine herausragende Saison gekrönt. Der 26 Jahre alte WM-Debütant gewann zum Abschluss der Titelkämpfe in Königssee im Vierer mit 52 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Lokalmatador Karl Angerer.

Shootingstar Manuel Machata stemmte freudestrahlend die historische Trophäe in den Himmel, Lokalmatador Karl Angerer jubelte mit seiner kleinen Tochter im Arm über Silber: Die beiden Bob-Piloten haben Gastgeber Deutschland mit ihrem Doppelsieg in der "Königsdisziplin" Vierer einen krönenden Abschluss der Heim-WM am Königssee beschert.

Vor allem WM-Debütant Machata, der bereits vor einer Woche im kleinen Schlitten Silber gewonnen hatte, setzte mit dem Titel das i-Tüpfelchen auf eine für ihn herausragende Saison. "Das ist sensationell. Meine Crew und ich haben über die gesamte Saison einen wahnsinnig guten Job gemacht. Das hier ist die Krönung", sagte der 26-Jährige aus Potsdam, der nach vier überragenden Läufen 0,52 Sekunden vor Angerer lag.

Machata schreibt Sportgeschichte

Machata schrieb zudem Sportgeschichte: Noch nie zuvor hatte ein Bobpilot in seiner ersten Premierensaison auf Anhieb sein erstes Weltcuprennen, den Vierer-Gesamtweltcup sowie den EM- und WM-Titel im großen Schlitten gewonnen.

WM-Dritter wurde Olympiasieger Steven Holcomb aus den USA (+0,68) vor Junioren-Weltmeister Maximilian Arndt aus Oberhof (+0,87) und dem zeitgleichen russischen Zweier-Weltmeister Alexander Subkow. Der mit Titelambitionen gestartete Olympiazweite Thomas Florschütz (Riesa) enttäuschte dagegen mit seiner Crew um Top-Anschieber Kevin Kuske und landete nur auf dem siebten Platz (+1,16).

Der 31-Jährige Angerer war nach dem größten Erfolg seiner Karriere auf seiner Heimbahn völlig aus dem Häuschen. "Wahnsinn, einfach Wahnsinn. Das war ein geile WM", stammelte der Olympiasiebte.

Doppelsieg der "Playboy-Piloten"

Durch den Doppelsieg der zwei "Playboy-Piloten", die beide auf ihren Bobs für das Männermagazin werben, beendete Gastgeber Deutschland die Bob- und Skeleton-WM auf der für 22 Millionen Euro modernisierten ältesten Kunsteisbahn der Welt mit zehn Medaillen. Damit war Deutschland erneut die mit Abstand erfolgreichste Nation.

Der WM-Triumph ist für Manuel Machata eine Genugtuung. Der frühere Leichtathlet hatte im Vorfeld von Olympia 2010 den Viererbob des FES-Instituts maßgeblich optimiert und in einer internen Selektion sogar den viermaligen Olympiasieger Andre Lange geschlagen. Ein Startplatz in Vancouver blieb Machata aber verwehrt.

"Da war damals Politik im Spiel", meinte Machata. Durch die Ernennung von Christoph Langen zum neuen Bundestrainer hat sich das Blatt zu seinen Gunsten gewendet. Der zweimalige Olympiasieger formte den Zwei-Zentner-Koloss in seinem Nachwuchsteam zu einem Top-Piloten und gab ihm in diesem Winter die Bewährungschance im Weltcup.

Cheftrainer Langen, der mit der bestandenen WM-Feuertaufe seine Kritiker vorerst zum Schweigen gebracht haben dürfte, zeigte sich hochzufrieden. "Manuel hat das ganz sicher und routiniert runtergezogen", sagte der zweimalige Olympiasieger, der seinem Musterschüler jedoch gleich weitere Hausaufgaben mit auf dem Weg gab: "Die WM war nur die Gesellenprüfung. Die Meisterprüfung sind die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi."

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