Kein klarer Leader erkennbar

Fehlende Konstanz beim DSV-Team

SID
Dienstag, 04.01.2011 | 13:15 Uhr
Bei den deutschen Meisterschaften in Oberhof holte Michael Uhrmann zweifach Gold
© Getty
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Erst Freund, dann Neumayer, jetzt Uhrmann: Die Leader-Rolle im deutschen Team wechselt bei der Tournee von Springen zu Springen. Die fehlende Konstanz ist ein Zeichen für den personellen Umbruch in der DSV-Mannschaft.

Am Ruhetag der 59. Vierschanzentournee schaute Michael Uhrmann im heimischen Breitenberg in der Michael-Uhrmann-Straße 4 vorbei. Bei seiner Ehefrau Heidi und den beiden kleinen Töchtern Leni und Emily wollte er Kraft tanken für das Abschlussspringen in Bischofshofen.

"Die Füße hochlegen werde ich aber nicht", sagte der 32-Jährige. Uhrmann hat noch einiges vor bei seiner 16. Tournee - wie das gesamte deutsche Team, deren neuer Chef Uhrmann als Gesamt-Neunter plötzlich wieder ist.

"Wir wollen noch ein Highlight setzen und unser bestes Saisonergebnis, den fünften Platz von Stephan Hocke in Engelberg, überbieten. Unter die Top 5 zu kommen, wird sehr schwierig, aber ich rechne damit, dass wir darum mitspringen können", sagte Bundestrainer Werner Schuster mit Blick auf den Showdown auf der Paul-Außerleitner-Schanze.

Dort dürfen die DSV-Adler aller Voraussicht nach dem Österreicher Thomas Morgenstern zum Tournee-Sieg gratulieren - ein eigener, kleiner Erfolg soll für die sieben Springer aber schon noch drin sein.

Fehlende Konstanz

Uhrmann könnte dafür sorgen. "Ich werde mich professionell vorbereiten. Wenn ich jetzt dranbleibe, kann es noch ein guter Winter für mich werden", sagte er. Zu Saisonbeginn sah es nach einem Katastrophen-Jahr aus, jetzt hat sich Uhrmann stabilisiert. "Und wenn er sich stabilisiert hat, bleibt er auch stabil", sagte Schuster.

Der Coach betonte aber auch: "Für Uhrmann, Martin Schmitt und Michael Neumayer ist es schon ein Erfolg, wenn sie in die Top 10 springen." Er braucht die Arrivierten noch, zumindest noch in dieser Saison. Dass sie es noch können, "weisen sie jetzt nach und nach nach", sagte Schuster. Jedoch: Wie die jungen Nachrücker springen auch die "Alten" nicht konstant genug.

Vor Uhrmann galt Severin Freund nach Platz sechs in Oberstdorf als neuer Leader im Team. Es folgte Rang 42 in Partenkirchen und Platz 24 in Innsbruck. Dann sollte mit Neumayer ein älterer die Fahne hoch halten, vor Innsbruck war er Sechster in der Tournee-Wertung - und schied am Bergisel im ersten Durchgang aus. Auch Schmitt wähnte sich im Aufwind - und scheiterte dort in der Qualifikation.

Schuster: "Wir wollten den Umbruch"

"Ärgerlich", findet Schuster die Dauer-Schwankungen, und doch auch "normal. Wir wollten den Umbruch. Jetzt haben wir ihn und müssen mit den Konsequenzen leben. Positiv wie negativ." Das Gute sei, meinte Schuster, dass wir "schon sechs verschiedene Leute in den Top 10 hatten. Das hatten wir noch nie. Diese kompakte Mannschaft haben wir seit sieben, acht Jahren herbeigesehnt."

Negativ ist ihm neben dem Wellental, das alle seine Athleten durchlaufen, aufgefallen, dass Freund der Rolle des Anführers "nervlich nicht gewachsen ist". Das trifft Schuster hart, weil der 22-Jährige "vom Potenzial her der Stärkste ist. Sonst ist derzeit keiner in der Lage, in die Top 3 zu springen."

Auch Uhrmann nicht, obwohl der Routinier sich "Sprung für Sprung verbessert" (Schuster). Uhrmann kämpft um jeden Sprung, "es geht nichts von alleine", sagte er. Wie bei der gesamten deutschen Mannschaft.

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