Amelie Kober wird Vierte

Keine Medaille für Kober und Co. bei WM

SID
Samstag, 22.01.2011 | 14:54 Uhr
Im Parallel-Riesenslalom verpasste Amelie Kober knapp die Medaillenränge
© sid
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Die deutschen Snowboarder sind bei der WM in La Molina leer ausgegangen. Der vierte Platz von Amelie Kober im Parallel-Riesenslalom blieb das beste WM-Ergebnis aus deutscher Sicht.

Die deutschen Snowboarder um die Turin-Olympiazweite Amelie Kober haben bei der WM im spanischen La Molina eine Pleite erlebt und fahren zum zweiten Mal überhaupt in der Geschichte der Titelkämpfe ohne Medaille nach Hause.

Einzig Kober (Fischbachau) schlug sich achtbar und war beim Parallel-Slalom in den Pyrenäen als Sechste erneut beste der fünf Starter des Snowboardverbandes Deutschland (SVD). Weil die ebenfalls hoch gehandelte Silvia Mittermüller (München) bei der WM-Premiere im Slopestyle nicht antreten konnte, ging der SVD erstmals seit 2005 in Whistler leer aus.

"Mit dem Gesamt-Abschneiden können wir nicht zufrieden sein", sagte Stefan Knirsch, Sportdirektor des SVD, über die enttäuschende Bilanz: "Mit Amelie kann man zufrieden sein, ihr ist sicher nichts vorzuwerfen. Aber die Frage, die man sich stellen muss, ist: Was ist mit den anderen los gewesen?"

Kober war beim Parallel-Riesenslalom rund vier Monate nach der Geburt ihres Sohnes Lorenz als Vierte noch knapp an Edelmetall vorbeigeschrammt - es blieb das beste WM-Ergebnis aus deutscher Sicht. Beim Parallel-Slalom fehlten der WM-Zweiten von 2007 im Viertelfinale gegen Heidi Neururer aus Österreich 0,38 Sekunden zum Vorstoß in die Runde der letzten Vier. "Sie hatte wenig Training und fährt trotzdem zweimal in die Top Acht", sagte Knirsch anerkennend.

Engeli siegt überraschend

Der Slalom-Titel ging überraschend an Hilde-Katrine Engeli aus Norwegen, die sich in den Finalläufen gegen Riesenslalom-Olympiasiegerin Nicolien Sauerbreij (Niederlande) durchsetzte. Sauerbreij hatte im Achtelfinale Anke Karstens aus Bischofswiesen um 0,01 Sekunden distanziert. Karstens wurde letztlich Zwölfte.

Selina Jörg (Sonthofen), immerhin Olympiavierte im Riesenslalom, scheiterte wie Isabella Laböck (Klingenthal) bereits in der ersten K.o.-Runde. Jörg wurde 19., Laböck kam auf Platz 28. Und auch für Patrick Bussler (Aschheim), Dritter der WM 2009, war bereits unmittelbar nach der Qualifikation Schluss: er wurde ebenfalls 19. Benjamin Karl (Österreich) verteidigte seinen Titel erfolgreich. Er setzte sich gegen Simon Schoch (Schweiz) durch, den Weltmeister von 2007.

Dass auch noch Mittermüller nach einem Sturz im Training passen musste, war der letzte Nackenschlag für den SVD. "Das ist sehr bedauerlich. Sie hätte bei dem Niveau hier sicher eine Medaillenchance gehabt", sagte Knirsch.

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