Samstag, 04.12.2010

Weltcup in Düsseldorf

Follis und Jönsson siegen am Rhein

Die Italienerin Arianna Follis und der Schwede Emil Jönsson haben die Sprintrennen beim Weltcup in Düsseldorf gewonnen. Derweil bewahrte Denise Herrmann die deutschen Skilangläufer beim Heimspiel vor einem Debakel.

Arianna Follis siegte bei den Frauen beim Welt-Cup in Düsseldorf
© Getty
Arianna Follis siegte bei den Frauen beim Welt-Cup in Düsseldorf

Die Italienerin Arianna Follis und der Schwede Emil Jönsson haben die Sprintrennen beim Weltcup in Düsseldorf gewonnen.

Denise Herrmann (Oberwiesenthal) hat die deutschen Skilangläufer beim Sprint-Weltcup im heimischen Düsseldorf vor einem Debakel bewahrt.

Die 21-Jährige schaffte als Einzige der 15 DSV-Starter den Einzug ins Halbfinale. Während die Herren um Kurzstrecken-Spezialist Josef Wenzel allesamt die Qualifikation für das Viertelfinale verpassten, konnten sich zumindest vier deutsche Frauen für die Finalläufe am Rheinufer qualifizieren.

Sturz auf dem Weg ins Finale

Herrmann, die bei ihrem fünften Weltcup-Start überraschend ins Halbfinale eingezogen war, musste sich auf dem Weg ins Finale erst nach einem Sturz geschlagen geben. Letztendlich belegte sie einen hervorragenden 12. Platz und hat damit die halbe Norm für die WM in Oslo in der Tasche.

Weniger glücklich verliefen die Viertelfinal-Läufe der anderen Deutschen. Großes Pech hatte Hanna Kolb aus Buchenberg. Die 19-Jährige musste im zweiten Viertelfinale einer gestürzten Konkurrentin ausweichen, verlor dadurch wichtige Zeit und schied als Laufdritte knapp aus. Nicole Fessel (Oberstdorf), bis dato Weltcup-Vierte, und Lucia Anger (Oberstdorf) schieden ebenfalls nach dem Viertelfinale aus.

"Hervorragende Leistung von Denise Herrmann"

"Insbesondere unsere jungen Damen haben heute einen sehr guten Job gemacht. Hervorragend war sicherlich die Leistung von Denise Herrmann. Mit ein wenig mehr Glück hätte sie sogar ins Finale einziehen können", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Im Hinblick auf die enttäuschenden Leistungen der DSV-Männer fügte er hinzu: "Das haben wir uns schon anders vorgestellt, da muss man ehrlich sein. Im Teamsprint am Sonntag erwarten wir uns hier ein bisschen mehr."

Insgesamt sprinteten in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen 127 Athleten aus 18 Nationen um Weltcup-Punkte. Bei den Frauen setzte sich auf der 900 m langen Strecke die Italienerin Arianna Follis, Sprintweltmeisterin von 2009, durch.

Nicht am Start war jedoch die bislang überragende Olympiasiegerin Marit Björgen (Norwegen), die zuvor alle fünf Saisonsprints für sich entschieden hatte. Auf der 1700-m-Strecke der Männer triumphierte der Schwede Emil Jönsson.

Steffi Böhler (Ibach/36.), Katrin Zeller (Oberstdorf/37.), Sandra Ringwald (Schonach/45.) und Jessica Müller (Baiersbronn/5

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