Kein Twitter, kein bloggen

Neuner kämpft gegen Namens-Missbrauch

SID
Samstag, 27.11.2010 | 13:23 Uhr
Bloggen, twittern und Online-Communitys sind nicht ihre Welt: Magdalena Neuner
© Getty
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Die Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner geht mit juristischen Mitteln gegen den Missbrauch ihres Namens im Internet vor. Die 23-Jährige selbst twittere und blogge nicht.

Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner wehrt sich mit juristischen Mitteln gegen den Missbrauch ihres Namens im Internet. Sie selbst blogge und twittere nicht und sei bei keiner einzigen Community aktiv, sagte die Doppelsiegerin von Vancouver 2010 im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Trotzdem gibt es bei Facebook viele Profile unter meinem Namen. Aber das bin ich nicht", so die 23-Jährige. "Mein Management wird nun juristisch dagegen vorgehen."

Der Rückkehr zweier russischer Biathletinnen, deren Dopingsperren ablaufen, blickt Neuner mit gemischten Gefühlen entgegen. "Ich werde ihnen mit Sicherheit aus dem Weg gehen.

Wenn wir gemeinsam auf dem Podest stünden, dann würde meine Gratulation nicht herzlich ausfallen. Sie werden jetzt wohl sauber sein, aber es ist ein ungutes Gefühl, jemandem die Hand zu geben, der betrogen hat."

Neuner ist mit Doping-Verdächtigungen vorsichtiger geworden

Anfang Dezember werden Jekaterina Jurjewa und Albina Achatowa wieder startberechtigt sein, nachdem sie vor zwei Jahren positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden waren.

Mit Doping-Verdächtigungen gegenüber der Konkurrenz will sich Neuner allerdings zurückhalten. "Ich gebe zu, dass wir früher öfters mal über die Russinnen gesagt haben, die sind doch bestimmt nicht ganz sauber. Aber nachdem im Winter 2008 Schlagzeilen aufgetaucht waren, angeblich habe jemand von uns Deutschen etwas genommen, bin ich vorsichtiger mit solchen Äußerungen geworden. Plötzlich mussten wir selbst mit diesem Verdacht leben", sagte Neuner.

"Wir wussten, da ist nichts dran, trotzdem standen wir am Pranger. Das hat die ganze Mannschaft runtergezogen, weil manche mit den Nerven am Ende waren. Das war uns eine Lehre. Aus unserem Mund wird man Verdächtigungen nie wieder hören", so Neuner weiter.

"Gold-Lena" muss am Fernseher zuschauen

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