Wegen Rufschädigung

Eisschnelllauf-Trainerin zieht vor Gericht

SID
Samstag, 13.11.2010 | 20:00 Uhr
Die niederländische Eisschnelllauf-Trainerin Inga Paul wirft dem Verband Rufschädigung vor
© Getty
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Die vom niederländischen Olympischen Sportbund gesperrte Eisschnelllauf-Trainerin Ingrid Paul will gegen ihre Bestrafung vorgehen. Die Ärztin wirft dem Verband Rufschädigung vor.

Eisschnelllauf-Trainerin Ingrid Paul geht mit einer einstweiligen Verfügung gegen ihr vom niederländischen Olympischen Sportbund NOCNSF ausgesprochenes Berufsverbot vor.

Paul musste wegen eines angeblichen Bestechungsfalles bei den Winterspielen 2006 in Turin ihre Trainerlizenz für ein Jahr abgeben und darf bis zu den olympischen Wettkämpfen 2014 in Sotschi keine Funktionen im niederländischen Eissportverband KNSB ausüben.

Die Trainerin und Ärztin verlangt vom NOCNSF die Aufhebung der gegen sie verhängten Maßnahmen. Sie droht dem Verband zudem mit einer Klage wegen Rufschädigung.

Angebliche Bestechung in Höhe von 50.000 Euro

Eine aus drei Juristen bestehende Untersuchungskommission des NOCNSF hatte es als erwiesen angesehen, dass Paul 2006 in Turin für ihren Schützling Gretha Smit einen 5000-m-Startplatz von der Polin Katarzyna Bachleda-Curus kaufen wollte - für 50.000 Euro und ein Auto.

Bei einem Rückzug von Bachleda-Curus wäre Medaillenkandidatin Smit erste Nachrückerin gewesen. Smit, die sich damals in der niederländischen Ausscheidung nicht für Olympia qualifiziert hatte, darf ebenfalls bis 2014 keine Verbandsfunktionen übernehmen.

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