Skispringen

Simon Ammann siegt erneut

SID
Dienstag, 09.03.2010 | 19:10 Uhr
Seinen zwei Olympia-Erfolgen kann Simon Ammann auch den Gesamtweltcupsieg hinzufügen
© Getty
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Nach seinen zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Vancouver hat der Schweizer Skispringer Simon Ammann auch den Weltcup in Kuopio gewonnen und steht vor dem Gesamtsieg.

Die deutschen Skihüpfer waren bei der neuerlichen Simon-Ammann-Show in Kuopio nur Statisten. Der viermalige Olympiasieger steht nach seinem 15. Weltcup-Sieg als erster Schweizer kurz vor dem Triumph im Gesamtweltcup. Bester der restlos enttäuschenden Deutschen war auf dem windumtosten Bakken in Finnland Serverin Freund auf Platz 17. Martin Schmitt stürzte auf Platz 29 ab.

"Das ist phänomenal. Ich habe schon die ganze Saison eine gute Form, aber jetzt ist es eine Topform", sagte Ammann nach seinen "spektakulären Sprüngen" grinsend. Wie schon 48 Stunden zuvor in Lahti und bei den Winterspielen von Vancouver war der Überflieger auch bei der zweiten Station der "Vierschanzentournee des Nordens" mit 251,0 Punkten nicht zu schlagen.

Schlierenzauer erwischt schlechten Tag

Weil sein größter Konkurrent Gregor Schlierenzauer (Österreich) auf Platz 11 abstürzte, wuchs der Vorsprung von Ammann im Gesamtweltcup auf 183 Punkte. Beim vorletzten Weltcup-Springen am Freitag in Lillehammer reicht dem Schweizer schon Platz 14 zum vorzeitigen Gewinn der großen Kristallkugel.

"Das war"s dann wohl. Ich versuche, für die Skiflug-WM wieder in Form zu kommen", sagte Schlierenzauer. Platz zwei belegte in Kuopio der Pole Adam Malysz (234,1) vor Anders Jacobsen aus Norwegen (233,9).

Bundestrainer Werner Schuster hatte schon nach dem ersten Durchgang wütend abgewunken: "Das war gar nichts." Nur Talent Freund konnte halbwegs zufrieden sein, Schmitt war dagegen einmal mehr frustriert: "Wir haben uns entschieden, im Sprung was Gröberes zu ändern. Das ist nicht so aufgegangen, aber wir müssen mit Blick auf die Skiflug-WM was ändern.

Neumayer: "Das muss ich einfach abhaken"

Michael Neumayer tippte sich schon nach seinem völlig verpatzten ersten Sprung an den Kopf und im zweiten Durchgang wurde es eher noch schlechter. "Ich bin hier einfach nicht toll Ski gesprungen. Das muss ich einfach abhaken", sagte Neumayer nach Platz 25.

Der in Lahti noch sechstplatzierte Michael Uhrmann stürzte bei 99,5 Metern ab und verpasste als 38. den Sprung ins Finale der besten 30.

Auch der zu Saisonbeginn noch aufs Podest geflogene Pascal Bodmer (100,5 Meter/45.), Julian Musiol (97,5 Meter/47.) und der Team-Olympiazweite Andreas Wank mit einem vom Winde verwehten 90-Meter-Hüpfer auf den letzten Platz waren beim Finale nur Zuschauer.

Das Nordic Tournament und damit der Weltcup gehen am Freitag in Lillehammer und Sonntag in Oslo zuende. Der letzte Saisonhöhepunkt ist die in einer Woche beginnende Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica, wo das deutsche Team eine Medaille gewinnen will. In dieser Form erscheint das aber illusorisch.

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