Wintersport

Deutsche Sprinter enttäuschen

SID
In Whistler holte Tim Tscharnke mit Axel Teichmann Silber im Teamsprint
© Getty

Ob Sprint oder Distanz - die deutschen Skilangläufer waren bei der WM-Generalprobe in Oslo zu langsam. Der zweifache Olympiazweite Axel Teichmann gab über 50 km bei Halbzeit entnervt auf und hatte tags darauf über 1,3 km als 43. ebenfalls keine Chance.

Für den einzigen deutschen Lichtblick bei den Norweger-Festspuielen bei der WM-Generalprobe sorgte Evi Sachenbacher-Stehle als Fünfte über 30 km.

"Mit den Ergebnissen können wir überhaupt nicht zufrieden sein. Wir hatten mit unseren Ski keine Chance, da muss man die richtigen Schlüsse ziehen. Schließlich ist in einem Jahr hier WM", sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Die umjubelte Volksheldin Marit Björgen durfte nach ihren Siegen über 30 km und im Sprint gleich zweimal zu König Harald, auch bei den Männern wurden in Petter Northug (50 km) und Anders Glörsen (Sprint) einheimische Sieger von 50.000 Fans gefeiert.

Gefrusteter Tobi Angerer

Tobias Angerer schob nach Platz 15 über 50 km nur noch Frust: "Das war ein Gefühl, als wenn ich auf Sand laufe. Ich musste in jeder Runde die Ski wechseln, die anderen haben bestimmt gelacht."

Der Bayer kam mit stolzen 2:50,7 Minuten Rückstand auf Northug ins Ziel. Tom Reichelt wurde 25. und meinte mit Blick auf seine Ski vielsagend: "Ich habe überlebt."

Sachenbacher-Stehle hatte über 30 km bei Halbzeit die Chance auf den Podestplatz verpasst und kam mit 1:26,5 Minuten Rückstand auf Björgen ins Ziel. "Ich habe den Fehler gemacht, dass ich zu weit hinten war, und dann sind die unglaublich abgegangen. Da hätte ich mich sicher sowieso übernommen", sagte Sachenbacher-Stehle.

Behle war dagegen enttäuscht, dass "Evi es nicht einfach probiert hat, da vorn mitzulaufen". Im Sprint schied sie im Viertelfinale aus und landete auf Platz 25.

Tscharnke bester Deutscher

Für die beste Platzierung der schwachen Deutschen sorgte der Teamsprint-Olympiazweite Tim Tscharnke als chancenloser 24.

Die Polin Justyna Kowalczyk holte sich vorzeitig den Gesamtweltcup. 6000 Menschen hatten die Nacht vor dem traditionsreichsten Rennen der Skilanglauf-Welt in Zelten am Holmenkollen verbracht und viele Lagerfeuer entzündet.

Es gab allerdings einen kleinen Volksaufstand, weil auf dem Gratishaugen - zu deutsch Gratisberg - erstmals 230 norwegische Kronen (knapp 30 Euro) Eintritt bezahlt werden mussten.

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