Langlauf

Gössner bei Majdic-Sieg auf Platz fünf

SID
Freitag, 01.01.2010 | 17:00 Uhr
Miriam Gössner holte 2009 bei der Junioren-WM Gold in der Verfolgung
© Getty
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Zum Auftakt der Tour de Ski landete Miriam Gössner als beste Deutsche beim Prolog auf einem hervorragenden fünften Platz - und stieg anschließend aus dem Wettbewerb aus. Über den Sieg freute sich die Slowenin Petra Majdic.

Als Fünfte hat Miriam Gössner beim Prolog der Tour de Ski der Langläufer in Oberhof für einen Achtungserfolg der Gastgeberinnen gesorgt. Petra Majdic (Slowenien) siegte vor Natalja Korosteljewa (Russland) und Justyna Kowalczyk (Polen).

"Eigentlich wollte ich nur ein gutes Rennen machen und zeigen, dass ich es besser kann, als im Dezember", sagte Miriam Gössner nach ihrem Husarenritt auf Platz fünf.

Die 19-Jährige vom SC Garmisch lag am Ende zwar nur 12,7 Sekunden hinter Sprint-Spezialistin und Prolog-Siegerin Petra Majdic, war aber trotz Topleistung und geschaffter Olympia-Norm sogar noch kritisch. "Ich bin einfach zu langsam angegangen. Ich würde das Rennen gerne noch einmal laufen."

Das wollte Frauen-Coach Janko Neuber so nicht stehen lassen. "Wir hatten abgesprochen, dass wir die Kräfte einteilen und auf dem letzten schweren Kilometer noch etwas zum Zusetzen haben. Das hat Miriam sehr gut gemacht", sagte der Erzgebirgler.

Nystad kann Tempo nicht halten

Dies traf auf Vorjahres-Prologsiegerin Claudia Nystad nicht zu. Die Oberwiesenthalerin lag bei 1,5 km noch unmittelbar im Bereich von Gössner, konnte aber das hohe Anfangstempo nicht halten und fiel auf Platz 12 zurück.

"Ich wäre gerne 30 Sekunden schneller gerannt", meinte Nystad, konnte aber wie Gössner zumindest die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele in Vancouver als "geschafft" abhaken. Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) verpasste als 17. die Vancouver-Norm knapp um zwei Ränge.

Trotz ihres starken Auftritts wird Miriam Gössner bereits nach dem ersten Tag aus der Tour de Ski aussteigen. Nach kurzfristiger Absprache mit Biathlon-Bundestrainer Uwe Müssiggang und Langlauf-Chef Jochen Behle wird sie am Samstag nicht mehr zum 10-km-Rennen (13.00 Uhr) in der für sie ungewohnten klassischen Technik antreten. Sie startet stattdessen in der nächsten Woche beim IBU-Cup der Biathleten in Altenberg.

"Miriam gehört ab sofort zum Olympiateam der Langläufer in Vancouver. Sie hat dort in Staffel, Teamsprint und dem kurzen Freistil-Rennen drei Einsatzchancen, auf die wir sie gezielt vorbereiten", sagte Behle am Neujahrsabend in Oberhof.

Biathlon oder Langlauf?

Nach den Planungen von Müssiggang und Behle soll das 19 Jahre alte Ausnahmetalent nach den Biathlon-Rennen in Altenberg im Januar noch Langlauf-Sprints in Rybinsk/Russland bestreiten und danach mit dem Behle-Tross nach Calgary zur unmittelbaren Olympia-Vorbereitung reisen.

Nach der Saison soll sich die Garmischerin dann neu entscheiden, ob sie weiter ihre Chance im Biathlon sucht, oder ganz ins Langlauf-Metier wechselt. "Im Moment fühle ich mich als Biathletin und möchte auch weiterhin gerne Biathlon machen. Aber ich freue mich riesig, mit dem Langlauf-Team nach Vancouver reisen zu können", sagte Gössner.

Behle schielt bei Tour de Ski auf Podest

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