Sonntag, 10.01.2010

Rodeln

Sieg für Rodlerinnen, Möller Dritter

Die Deutschen Natalie Geisenberger und Tatjana Hüfner holen beim Rodel-Weltcup in Winterberg einen Doppelsieg. Bei den Männern verpasst David Möller als Dritter nur knapp den Sieg.

Natalie Geisenberger holt sich den Sieg in Winterberg
© sid
Natalie Geisenberger holt sich den Sieg in Winterberg

Die deutschen Frauen sind in Goldform, David Möller ist als Dritter erneut aufs Podium gefahren und die Doppelsitzer Patric Leitner/Alexander Resch sind mit Platz drei wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Angeführt von der siegreichen Vizeweltmeisterin Natalie Geisenberger hat das deutsche Rodelteam knapp fünf Wochen vor den Olympischen Spielen seine Medaillenambitionen für Vancouver untermauert.

Nur Weltmeister Felix Loch und die Olympia-Zweiten Andre Florschütz/Torsten Wustlich haderten mit den schwierigen Windverhältnissen beim Viessmann Weltcup in Winterberg.

"Wäre besser gewesen, das Rennen zu verschieben"

"Es wäre vielleicht besser gewesen, das Rennen zu verschieben", sagte Loch (Berchtesgaden) nach seinem indiskutablen 17. Platz.

Florschütz übte nach dem enttäuschenden zwölften Rang bei den Doppelsitzern noch schärfere Kritik an den Organisatoren.

"Das war irregulär. Ich hatte im zweiten Lauf eine Windböe nach der anderen. Ich frage mich, wofür es eine Jury gibt." Allerdings lagen die Windverhältnisse am Samstag gerade noch im erlaubten Rahmen.

"Der erste Lauf war gigantisch"

Bei leichtem Schneefall am Sonntag stellten die deutschen Frauen bei ihrem 96. Weltcupsieg in Folge einmal mehr ihre Dominanz unter Beweis.

Geisenberger (Miesbach) verwies bei ihrem fünften Weltcuptriumph die Olympia-Dritte Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) mit einem Vorsprung von 0,010 Sekunden hauchdünn auf Platz zwei.

"Der erste Lauf war gigantisch. Mein sehr guter Start gab den Ausschlag", sagte Geisenberger, die bei ihrem 25. Weltcupstart zum 20. Mal einen Podiumsplatz belegte.

Hüfner verbesserte sich im zweiten Durchgang mit Laufbestzeit noch vom vierten auf den zweiten Platz und behauptete nach sechs von acht Rennen ihre Führung im Gesamtweltcup mit 570 Punkten vor Geisenberger (540).

Dritte wurde Weltmeisterin Erin Hamlin (USA). Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) und Corinna Martini (Winterberg) landeten auf den Rängen vier und fünf.

Möller: "Bester Durchgang der Saison"

Ex-Weltmeister David Möller verpasste seinen ersten Saisonsieg nur um 0,051 Sekunden, war mit seiner Leistung aber zufrieden.

"Mit Blick auf Olympia war es ein weiterer Schritt in die richtige Richtung", sagte Möller, der im zweiten Lauf sogar Bestzeit im 1324m langen Eiskanal fuhr: "Das war mein bester Durchgang in dieser Saison."

Der 27-Jährige aus Sonneberg lag am Ende nur hinter dem italienischen Olympiasieger Armin Zöggeler und dem Russen Albert Demtschenko.

Zöggeler baute durch seinen dritten Saisonerfolg und 48. Weltcupsieg seiner Karriere auch die Führung im Gesamtweltcup mit 555 Punkten vor Demtschenko (464) und Möller (381) aus.

Die nicht für Olympia nominierten Johannes Ludwig (Oberhof) und Jan Eichhorn (Oberhof) landeten auf den Plätzen vier und acht. Olympia-Starter Andi Langenhan (Zella-Mehlis) wurde nur Zwölfter.

Doppelsitzer: Trotz starker Aufholjagd nur Dritter

Die Hoffnungen der deutschen Doppelsitzer auf einen Heimsieg erfüllten sich beim italienischen Doppelerfolg durch die Europameister Christian Oberstolz/Patrick Gruber vor den Weltmeistern Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder nicht.

Der Bayern-Express mit Leitner/Resch (Königssee/Berchtesgaden) fuhr nach einer Aufholjagd im zweiten Lauf immerhin vom sechsten auf den dritten Rang vor. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Leitner.

Wesentlich schlechter als für die Olympiasieger von 2002 lief es für Florschütz/Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal) die von Rang vier nach dem ersten Lauf auf Platz zwölf durchgereicht wurden.

Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) wurden Fünfte.

Florschütz/Wustlich behaupteten mit 442 Punkten immerhin knapp die Führung im Gesamtweltcup vor Oberstolz/Gruber (440) und Leitner/Resch (430).

Training statt EM für deutsche Rodel-Asse

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